Pilzsammler gelingt Megafund

Mehr als 150 Steinpilze an einem Fleck hat Norman Jaslan im Wald bei Großrückerswalde gefunden. Für den Experten aber keine große Überraschung.

Großrückerswalde.

Norman Jaslan sammelt leidenschaftlich gern Pilze. Zwei- bis dreimal wöchentlich streift er durch die Wälder nahe seines Heimatortes Großrückerswalde. Meist in Verbindung mit seinem zweiten Hobby: dem Radfahren. So einen Fund wie in dieser Woche habe er aber noch nie in seinem Leben gemacht, sagt der 38-Jährige: "Ich war völlig baff."

Was ihn so erstaunt hat? Norman Jaslan hat mehr als 150 Steinpilze auf einem Fleck gefunden: "Außergewöhnlich. Die standen dort wie gesät." Das Gebiet, in dem er den Fund gemacht hat, sei etwa zwei Meter breit und 40 Meter lang gewesen. Seine Entdeckung machte der Großrückerswalder am Dienstag. Aber er weiß, dass er nur eine gewisse Menge mitnehmen darf. Eine feste Kiloangabe gibt es in Sachsen zwar nicht. Dennoch ist gesetzlich festgelegt, dass Pilze nur in geringen Mengen gesammelt werden dürfen. Daher sei er am Mittwoch mit Freunden, Bekannten und Verwandten nochmals an der Stelle gewesen. "An beiden Tagen zusammen waren es etwa 150 Steinpilze", sagt Norman Jaslan. Und es hätten noch mehr sein können: "Ich habe einige Exemplare stehen gelassen." Der größte Steinpilz bringt 750 Gramm auf der Waage. Das Beste an dem Megafund. "Fast kein Pilz war madig, stattdessen sahen sie beim Aufschneiden innen strahlend weiß aus", freut sich der 38-Jährige. "Bei uns zuhause gab es Pilzschnitzel. Einige Exemplare habe ich auch getrocknet, um später Gerichte damit zu verfeinern", sagt der Großrückerswalder.

Für Pilzberater Joachim Melzer aus Niederlauterstein ist der große Fund hingegen keine große Überraschung. Es seien zwar sehr viele Steinpilze für einen Fleck, aber es wachsen davon derzeit reichlich. "Das Pilzaufkommen ist aktuell gut", sagt der Experte. Neben Steinpilzen seien vor allem Maronen und auf den Wiesen sehr viele Egerlinge zu finden. Doch Vorsicht ist geboten: Neben den Wiesenchampignons tummeln sich zum Verwechseln ähnliche Falsche Egerlinge. "Die sind unverträglich, können zu Magenbeschwerden führen", erklärt Melzer. Sie lassen sich vor allem an den Lamellen unterscheiden. "Beim Wiesenchampignon sind sie rosa bis schwarz, bei Falschen Egerlingen richtig weiß", erläutert der Experte, der alles in allem von einem eher durchwachsenen Pilzjahr spricht.

 

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