Pistenbully geht nächstes Jahr in Rente

Baujahr: 1974. Das alte Loipenspurgerät im Skigebiet Gelobtland hat seinen Dienst getan. Sein Nachfolger hat mehrere Vorteile.

Gelobtland.

Man sieht ihm sein Alter kaum an: 42 Jahre hat das Loipenspurgerät des Skigebiets in Gelobtland auf dem Buckel. Doch die nächste Saison soll seine letzte in dem Marienberger Ortsteil sein. Bei seiner Sitzung Anfang dieser Woche beschloss der Stadtrat die Anschaffung eines neuen Modells.

Seit etwa acht Jahren präpariert Frank Schröter mit dem alten Pistenbully die Loipen im Skigebiet. Das ist keine einfache Aufgabe, erzählt der Bauhof-Mitarbeiter: Die in die Jahre gekommene Technik könne bei Schneetiefen unter 30 Zentimeter nicht eingesetzt werden. Das schwere Gerät drückt den Schnee zu sehr zusammen, wühlt den darunterliegenden Waldboden samt Dreck und Steinen auf. Die Qualität der Loipen in Gelobtland falle deutlich ab im Vergleich zu denen in der Umgebung. Außerdem, so Schröter, sei der alte Herr die reinste Dreckschleuder: Den Staub von 20 Litern pro Stunde habe der Dieselmotor in die Luft geblasen. Das neue Spurgerät soll nicht nur sparsamer werden; es hat auch eine Fräse, mit der vereister Schnee aufgelockert werden kann. Auch für Schröter wird's komfortabler: Er muss nicht mehr schwitzen. " Ich muss die Heizung voll aufdrehen, damit die Scheiben nicht beschlagen - ich sitze im T-Shirt in dem alten Gerät."

Im gleichen Zug soll auch die Streckenbeschilderung auf den Loipen erneuert werden, die zwischen einem und acht Kilometer lang sind. Die alten Schilder waren selbst gestaltet, sagt Schröter, sie werden gegen vom Deutschen Skiverband entworfene getauscht. Außerdem soll es einen Faltplan mit allen Loipen geben. Insgesamt kostet das etwa 140.000 Euro, die Stadt hat eine Förderung in Höhe von 85 Prozent beantragt. Schröter hofft, dass dann auch Schnee fällt: Etwa 14-mal ist er in der vergangenen Saison ausgerückt, in zwei Wochen im Januar. Eine gute Saison könne von Dezember bis März dauern.

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