Pobershau - Der Missbrauch und das Schweigen

Ein Mann missbraucht Heranwachsende und wird juristisch nie belangt. Was ist nun wichtiger: Gerechtigkeit für die Opfer oder der Frieden derer, die wegsehen?

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 10
    0
    mops0106
    19.07.2020

    Die Verjährungsfristen müssen im Falle von Kindesmissbrauch deutlich hochgesetzt werden. Und die Täter gehören vor ein staatliches Gericht gestellt.

  • 11
    3
    klapa
    19.07.2020

    'Landesbischof Tobias Binz äußerte sich tief betroffen und sieht die Kirche in der Verantwortung.'

    - https://www.freiepresse.de/erzgebirge/marienberg/landeskirche-ermittelt-zu-sexuellen-uebergriffen-auf-maedchen-im-erzgebirge-artikel10939065

    Das ist pure Heuchelei, leeres Versprechen und ähnelt sehr stark den populistischen Aufarbeitungsversprechen beider Kirchen in der Vergangenheit, deren Art der Untersuchung in keiner Weise den Opfern gerecht geworden ist.

  • 9
    2
    vomdorf
    19.07.2020

    Ich kritisiere nicht die Lehrer an sich, sondern den einen Biologielehrer an einer
    ( damals) Mittelschule, der sich einen Sch..... um den Lehrplan scherte und dieses ganze, wichtige Thema einfach wegließ.

  • 11
    0
    vonVorn
    19.07.2020

    @vomdorf, grundsätzlich alles richtig, aber ein Anmerkung muss ich loswerden, wenn die Eltern sich nicht trauen über wichtige Dinge zu reden, dann sollte man nicht den Lehrer kritisieren, sondern die Eltern.

  • 25
    0
    vomdorf
    19.07.2020

    Es schnürt mir das Herz zusammen wenn ich lese, dass sich die Mädchen niemandem anvertrauen konnten, der sie ernst genommen hat.
    Auch wenn wir in diesem Land heute andere Probleme haben, müssen schnellstens die Gesetze her, die so was nicht nach ein paar Jahren verjähren lassen.

  • 24
    0
    vomdorf
    19.07.2020

    Wenn man diesen Artikel gelesen hat sitzt man erstmal fassungslos da und denkt, dass das doch nicht wahr sein kann und darf...

    Ein Problem ist auch, wie ich erleben durfte, dass im „Gebersch“ teilweise eine seltsamer Umgang mit Sexualität herrscht.
    Eine 16jährige wurde schwanger, weil der alte Biologielehrer dieses Thema nicht behandelt hat...er würde über so was nicht reden...
    Sicher ist es in erster Linie Aufgabe der Eltern, ein Kind aufzuklären, aber diese scheuen sich oft, die Dinge beim Namen zu nennen.

    Den Begriff „sexuelle Belästigung“ haben Kinder oft gehört, können aber nichts damit anfangen. Nach über 40 Jahren als Grundschullehrer weiß ich, wovon ich rede.
    Wenn man den Kindern offen sagt, dass kein Erwachsener etwas an ihrem Penis oder an der Scheide mit seinen Händen zu suchen hat und in die Gesichter der Kinder schaut weiß man, dass das dringend notwendig ist, so konkret zu werden und immer wieder altersgerechte darauf einzugehen.

    Es schnürt mir das Herz zusammen wenn ich herauslese, dass die Mädc

  • 44
    4
    klapa
    18.07.2020

    Danke, FP, für diesen anrührenden Beitrag.

    Die betroffenen Frauen können einem nur leid tun. Immer wieder als Heranwachsende begrabscht und bedrängt von einem Mann, der vorgibt, im Dienste Gottes zu stehen. Und im Stich gelassen von einer Gemeinde, die vorgibt, an Gott zu glauben.

    ‚… er lobte den Herrn und fasste Mädchen an. …’

    Bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen, seine Zügellosigkeit bagatellisiert, unter den Teppich gekehrt und vertuscht, damit das Ansehen der evangelischen Kirche keinen Schaden erleidet.

    Was sind das für Menschen, die den Anspruch haben, Gott zu dienen und ihren Gläubigen Moral predigen zu wollen.

    Pfui Teufel.

  • 51
    4
    ChWtr
    18.07.2020

    Ein schlimmes Thema, worüber man lieber nichts sagt, nichts kommentiert. Wahrscheinlich bin ich der Einzige, egal. Man erfährt die Geschehnisse aus dem Presseartikel. Man sollte danach schweigen...

    Fühle jedoch mit den drei Frauen.
    Und habe nur Verachtung für den Menschen, der sich nicht vollumfänglich erinnern kann bzw. will und seine Taten verharmlost.

    Nur soviel.

    Eine "gestörte Dorfgemeinschaft" darf nicht weiter im Brennpunkt stehen, nicht weiter gestört werden. Dafür müssen die missbrauchten Mädchen resp. junge Frauen und deren Familien "Verständnis aufbringen". Die Kirchengemeinde (Vorstand), Superintendent und Landeskirche kommen im Beitrag nicht gerade gut weg. Es ist, wie es immer ist. Der "freundliche" Täter kommt meistens davon und beharrt noch auf seinem Standpunkt der "Fleisches Lust". Ein mögliches Anerkennungsgeld nützt den drei Frauen recht wenig. Ich wünsche den Frauen, dass die Verarbeitung der Übergriffe irgendwann (hoffentlich) abgeschlossen werden kann und der Täter zu mindestens für sein zugegebenes Tun gesellschaftlich zur Rechenschaft gezogen wird. Er sollte weit weg ziehen, ganz weit. Und dort jedoch sehr genau beobachtet werden. Er gilt als unbescholtener Bürger - das ist das Fatale daran. Leider gibt es nicht nur diesen "Fall" in seiner Ähnlichkeit (...)