Pockau-Lengefeld will in Straßen, Brandschutz und Kita investieren

Die finanzielle Lage der Stadt hat sich in den zurücklegenden Jahren positiv entwickelt. Bereits jetzt sind mehrere große Vorhaben geplant - einige Bauarbeiten werden aber auch noch warten müssen.

Pockau-Lengefeld.

Die Einnahmen von Pockau-Lengefeld sind in den zurückliegenden Jahren deutlich gestiegen; nun kann die Stadt zahlreiche Investitionen angehen. Mit rund 13, 7 Millionen Euro plant die Stadt 2019 - ein Plus von 4,1 Millionen Euro gegenüber 2017. So sind in den zurückliegenden drei Jahren die Einnahmen aus Gewerbe- und Grundsteuer gestiegen: von rund 5,1 Millionen auf voraussichtlich 6,9 Millionen. Auch bei den Schlüsselzuweisungen, Zuschüssen und Zuwendungen des Freistaates an die Stadt kann ein Plus verzeichnet werden. Der Stadtrat entscheidet in der nächsten Sitzung am 24. September über den Haushalt. "Freie Presse" stellt die wichtigsten Vorhaben der Stadt vor.

Bauvorhaben an Schulen und Kindertagesstätten nehmen einen großen Teil der Finanzplanung der Stadt ein. Die Sanierung von zehn Klassenzimmern - je fünf in Ober- und Grundschule Lengefeld - konnte bereits weitgehend abgeschlossen werden. Nun ist der Bau des Gebäudeteils vorgesehen, in dem weitere Klassenzimmer und die Mensa unterkommen sollen - Beginn voraussichtlich 2021. Parallel werden Sport- und Außenanlagen erneuert. Gesamtkostenpunkt: rund 3,47 Millionen Euro bei einer Förderung von 60 Prozent. Zweiter großer Posten im Haushaltsentwurf ist der Kita-Neubau in Wernsdorf. Grundstückserwerb und Vermessung sind laut Bürgermeister Ingolf Wappler abgeschlossen, die Ausschreibungen fertig. Baustart soll möglichst im kommenden Jahr sein. Eingeplante Kosten: etwa 1,6 Millionen Euro bei einer Förderung von 75 Prozent.

Beim Thema Brandschutz hat die Stadt großen Handlungsbedarf. Vier Gerätehäuser in den Ortsteilen Pockau, Forchheim, Reifland und Wünschendorf müssen dringend saniert werden. Die Arbeiten sollen in Pockau beginnen, vorgesehen ist ein Neubau. Im ersten Schritt hat die Stadt für 15.000 Euro die Planung vergeben. Doch auch bei der Technik will Pockau-Lengefeld aufrüsten. So ist die Anschaffung eines Löschfahrzeugs HLF 20 für die Lengefelder Wehr geplant (Kosten: 440.000 Euro) - die Zusage von Fördermitteln steht allerdings noch aus. Drei Mannschaftstransportwagen für die Wehren Lippersdorf, Reifland und Wünschendorf sowie ein Tankspritzenfahrzeug für die Wernsdorfer Kameraden sind indes bereits 2018 bestellt worden. Laut Wappler soll das erste Fahrzeug noch im Dezember dieses Jahres übergeben werden, die übrigen dann im kommenden Jahr. Im Bereich Straßenbau stehen neben zahlreichen kleinen Sanierungen drei Großprojekte im Haushaltsentwurf. Die diesjährigen Kosten für die Erneuerung der Ringstraße in Pockau belaufen sich 358.000 Euro (70 Prozent Förderung), weitere 55.000 Euro fallen für die Straßenbeleuchtung an (65 Prozent Förderung). Die Fertigstellung ist für November geplant. Der vor rund drei Monaten im Stadtrat beschlossene, grundhafte Ausbau der Straße Am Leuchtenbau nimmt im Haushaltentwurf 2019 den größten Posten im Bereich Straßenbau ein. Auf rund 760.000 Euro werden die Kosten kalkuliert, davon entfallen 85 Prozent auf Fördermittel. Auch diese Baustelle soll im November fertig sein. Für 2020 ist hingegen der Ersatzneubau der Brücke am Fischereiweg geplant, die Planung für das Vorhaben soll noch in diesem Jahr erfolgen. 714.000 Euro sind für dieses Vorhaben vorgesehen, die Förderung liegt bei 90 Prozent.

Auch die Spielplätze finden Berücksichtigung in der Finanzplanung. Wegen erheblicher Mängel wurden mehrere Anlagen in den Ortsteilen teilweise abgebaut. In Lengefeld soll der Platz umfassend saniert werden und neue Geräte erhalten. Kosten: rund 357.000 Euro. Ab 2020 sollen die Anlagen in den Ortsteilen Reifland (25.000 Euro) und Wünschendorf (16.500 Euro) neue Spielgeräte erhalten. Die Vorhaben werden jeweils zu 65 Prozent gefördert.

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