Prozess wegen Handels mit Drogen wird fortgesetzt

Urteil am Amtsgericht vertagt - Wichtiger Zeuge erscheint nicht vor Gericht

Marienberg.

Ein Mann aus Annaberg-Buchholz hat sich am Montag wegen mehrerer Drogendelikte vor dem Amtsgericht Marienberg verantworten müssen. Obwohl Richter Steffen Müller noch kein Urteil fällen konnte, legte der Angeklagte zumindest ein Teilgeständnis ab.

Am 11. Februar dieses Jahres wurde Anklage gegen den Erzgebirger erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm in acht Punkten Einfuhr, Besitz und Weiterverkauf von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor. Demnach wird dem Angeklagten zur Last gelegt, 2017 20 Gramm der Droge Crystal in mindestens sieben Fällen in Tschechien gekauft und über die Grenze in Johanngeorgenstadt geschmuggelt zu haben. Zudem soll der Mann das kristalline Methamphetamin in 17 Fällen weiterverkauft haben. Darüber hinaus seien bei einer Durchsuchung der Wohnung in der Kreisstadt am 20. Dezember 2017 weitere 90 Gramm Cannabis gefunden worden. Mit dem Verkauf der Drogen soll der Erzgebirger 8400 Euro eingenommen haben.


Der Mann auf der Anklagebank stritt die ihm zur Last gelegten Straftaten am Montag vor dem Amtsgericht zunächst ab: "Das ist an den Haaren herbeigezogen."

Da ein wichtiger Zeuge nicht am Amtsgericht erschien, unterbrach Richter Müller zunächst für rund eine Stunde die Verhandlung. Doch auch danach war es nicht möglich, den Zeugen zu vernehmen. Deshalb entschied der Richter schließlich, eine ganztägige Hauptverhandlung am 8. Juli neu anzusetzen.

Derweil gab der Angeklagte zumindest ein Delikt zu. In einer Erklärung des Verteidigers räumte der der Mann den Besitz der 90 Gramm Cannabis ein. Rechtsanwalt Wolfgang Mond teilte weiterhin mit, dass sein Mandant alle anderen Punkte zurückweist.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...