Puppen begeistern Besucher in Gelenau

Trotz der großen Hitze kamen mehr Besucher zur Sommerschau ins Depot Pohl-Ströher. Damit hatte niemand gerechnet.

GELENAU.

Christa Kolditz ist begeistert und auch etwas gerührt gewesen: "Es war knapp, doch am letzten Wochenende haben wir es noch geschafft. Wir hätten etwas verpasst." Mit vier Freundinnen kam sie aus Dresden nach Gelenau, um die Sommerschau im Depot Pohl-Ströher zu besuchen, die nach sechs Wochen am Sonntag ihre Tore geschlossen hat. "Wir haben ja noch richtig 'gepuppelt'. Ich bin mir nicht sicher, ob das Kinder heute noch machen", erklärte die Seniorin mit Blick auf die Puppensammlung der Schweizer Designerin Heidi Ott.

"Wir waren schon von der Freiberger Sammlung Terra Mineralia fasziniert und wollen auch noch die Manufaktur der Träume in Annaberg besuchen", teilte Anita Gochd die Begeisterung ihrer Freundin. Wenige Schritte entfernt betrachtete Luk Lehmann die Spielzeugautos der PGH Friedrich Fröbel aus Werdau und probierte an den Verkaufsexponaten die ausgeklügelte Mechanik der verschiedenen Holzfahrzeuge aus. Erst als sein Smartphone klingelte, wurde er in die Wirklichkeit zurück gerufen. Mit seinen Eltern verbrachte der Hamburger eine Ferienwoche in Oberwiesenthal. "Wir hätten solches Spielzeug vor einigen Jahren auch gekauft", bemerkte seine Mutter Dana und ergänzte mit Blick auf ihren elfjährigen Sohn: "Doch dafür ist es heute zu spät."

Die Gäste aus Dresden und der Elbmetropole gehörten zu den 2426 Besuchern der diesjährigen Sommerschau im Depot Pohl-Ströher - 2017 waren es 1790 bei jeweils 36 Tagen Öffnungszeit. "Mit einer solch guten Resonanz hatten wir bei dieser Hitze nicht gerechnet", gab Michael Schuster ehrlich zu und plant mit der dritten Auflage die Spielzeugschau im Sommer dauerhaft und für einen längeren Zeitraum zu etablieren. "Dafür steht uns aus dem Nachlass der Sammlerin ein entsprechender Fundus zur Verfügung", ergänzte der Depotleiter, der mit seinem Team bereits die Weihnachtsausstellung mit dem Schwerpunkt Heimat- und Weihnachtsberge vorbereitet und für dieses Jahr spezielle Thementage in Aussicht stellt. "Mehr wird heute noch nicht verraten."

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