Rico Gebhardt soll Kreischef der Linken werden

Junge Vorstandsmitglieder brachten seinen Namen ins Spiel - Dresdner nimmt noch andere Funktionen ein

Erzgebirge.

Seit fast einem Jahr ist der Kreisvorsitz der Partei Die Linke im Erzgebirge verwaist. Nun zeichnet sich eine Lösung ab: Bei der Sitzung am Mittwoch einigte sich der Kreisvorstand, dem Kreisparteitag am 7. November Rico Gebhardt als Nachfolger von Holger Zimmer vorzuschlagen. Dieser war krankheitsbedingt 2019 von seinem Amt zurückgetreten. Das teilte Andrea Schrutek mit, die vorübergehend die Geschäfte der Partei im Erzgebirgskreis führt.

Ins Spiel gebracht hatten Gebhardt laut Schrutek junge Vorstandsmitglieder. "Das hat mich schon ein Stück weit berührt, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste", sagt der 57-Jährige, der auf eine jahrzehntelange politische Arbeit bei den Linken zurückblicken kann. Anfang der Neunziger sei er Kreischef seiner Partei in Aue gewesen. Seit 2004 sitzt der gebürtige Schlemaer im Landtag, aktuell als Fraktionschef seiner Partei. Von 2009 bis 2017 war er zudem Vorsitzender des Landesverbandes.

Rico Gebhardt, der in Dresden lebt, ist sicher, dass er alle Aufgaben unter einen Hut bringt. "Der Blick von außen könne hilfreich für die Arbeit vor Ort sein." Dem Kreisverband gehören knapp 550 Mitglieder an. (alu)

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