Rohbau der neuen Rettungswache steht

Nicht nur für die Einsatzkräfte verbessern sich in Pockau-Lengefeld die Bedingungen. Auch die Bürger, die schnelle Hilfe benötigen, profitieren.

Boris Altrichter, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Chemnitz-Erzgebirge, schlug gestern den symbolischen letzten Nagel in den Dachstuhl des Rettungswachenneubaus.

Für Sie berichtet: Georg Müller

Spätestens im Frühjahr kommenden Jahres soll die neue Pockau-Lengefelder Rettungswache eingeweiht werden. Gestern wurde an der Buchener Straße in Görsdorf Richtfest gefeiert. "Wir liegen im Zeitplan", so Boris Altrichter, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Chemnitz-Erzgebirge. Etwa 900.000 Euro betragen die Kosten. "Nach jetzigem Stand können wir sie halten", sagte Altrichter.

Die Gäste, unter ihnen Landrat Frank Vogel und Bürgermeister Ingolf Wappler, machten sich ein Bild des Baufortschrittes. Der Rohbau soll noch vor dem Winter durch den Einbau von Türen und Fenstern wetterfest werden. Altrichter: "Danach geht der Innenausbau vonstatten." Der Flachbau erhält Elektroleitungen, Sanitäranlagen, Heizung.

In der Wache soll es Stellplätze für einen Rettungswagen und ein Reservefahrzeug geben. Zudem entstehen unter anderem Sozialräume, in denen die Einsatzkräfte ruhen können. Die Wache soll rund um die Uhr mit zwei Personen besetzt sein. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über Pockau-Lengefeld, den Olbernhauer Ortsteil Pfaffroda und den Marienberger Ortsteil Sorgau. "An sich würde auch Borstendorf dazu gehören", erklärte Boris Altrichter. "Wir kommen aber nicht durch den Tunnel des Schlosses Rauenstein. Die Rettungsfahrzeuge sind zu hoch." Borstendorf werde von Einsatzkräften aus Eppendorf und somit aus dem benachbarten Landkreis Mittelsachsen mit abgedeckt.

Nicht nur für die Einsatzkräfte verbessern sich die Bedingungen, sondern auch für jene, die auf schnelle Hilfe angewiesen sind - etwa wenn sie bei einem Unfall einen Rettungswagen benötigen. Die Einsatzkräfte können nun zügiger ausrücken. Da die Situation in der einstigen Pockauer Rettungswache für die Helfer nicht mehr zumutbar war, so gab es keine zeitgemäßen Toiletten, zogen sie als Zwischenlösung ins ehemalige Lengefelder Feuerwehrgerätehaus. Dort muss das Rolltor von Hand aufgeschoben werden. In der neuen Wache soll es sich auf Knopfdruck öffnen.

Die Rettungswache ist nicht das einzige Projekt des Zweckverbandes. Im kommenden Jahr soll der Baustart für die neue Marienberger Wache erfolgen. Acht Neubauten und Sanierungen sind für 2018 und 2019 im Erzgebirge vorgesehen. Gesamtkosten: vier Millionen Euro.

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