Schärfere Regeln ab Samstag

Das Landratsamt hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Danach ist unter freiem Himmel das Tragen einer Maske Pflicht und die Einreise ohne festen Wohnsitz im Kreis ohne triftigen Grund verboten.

Annaberg-Buchholz.

Eine neue Allgemeinverfügung mit weiteren verschärfenden Maßnahmen hat das Landratsamt am gestrigen Donnerstag aus Anlass der Corona-Pandemie erlassen. Sie gilt ab Samstag, 0 Uhr, teilt Sprecher André Beuthner mit.

Danach ist etwa das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung grundsätzlich unter freiem Himmel angeordnet. Ganztägig gelten Ausgangs- und Einreisebeschränkungen. Das Verlassen der häuslichen Unterkunft sowie die Einreise ohne festen Wohnsitz im Erzgebirgskreis sind ohne triftige Gründe untersagt. Als solche gelten beispielsweise das Ausüben beruflicher Tätigkeiten sowie das Einkaufen. Letzteres darf aber nur noch im Umkreis von 15 Kilometern vom Wohnbereich oder dem Arbeitsplatz erfolgen. Ein triftiger Grund ist laut Beuthner ebenso Sport und Bewegung im Freien. Das wiederum darf nur noch in der eigenen Gemeinde passieren.

Untersagt ab Samstag ist ferner die Abgabe von alkoholischen Heißgetränken sowie Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Dieses Verbot gilt auch für öffentlich zugängliche Privatgrundstücke. Die Öffnung von Verkaufsstellen an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen ist verboten. Ausgenommen davon sind Verkaufsstellen, die der Grund- und Notversorgung der Bevölkerung dienen - etwa Apotheken, Tankstellen, Bäckereien. Nicht zulässig ist der Betrieb von Sporteinrichtungen. Für den Besuch von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen gelten festgesetzte Regelungen. So darf jeder Bewohner/jeder Patient nur eine Person pro Tag als Besuch empfangen. Vor beziehungsweise beim Betreten der Einrichtung muss sich jeder Besucher einem Antigentest auf das Vorhandensein des Corona-Virus unterziehen. Der Besuch darf nur bei einem negativen Testergebnis erfolgen. Dem Antigentest steht ein negativer PCR-Test gleich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Versammlungen werden bei fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen im Erzgebirgskreis untersagt. Im Einzelfall können aber Ausnahmen genehmigt werden. Ziel dieser Anordnungen ist die Reduzierung der Inzidenz, was mit den bislang getroffenen Maßnahmen nicht funktioniert hat, so Beuthner. Im Gegenteil: Die stationäre Aufnahme von Covid-19-Patienten habe sich im Kreis weiter deutlich erhöht. Durch Erkrankung und Quarantänemaßnahmen sei zudem bis zu 40 Prozent des medizinischen Personals in den Krankenhäusern ausgefallen. Zurzeit - Stand 8. Dezember - stehen nur noch drei Betten auf den Intensivtherapie-Stationen zur Verfügung. Damit einhergehend ist die stationäre Aufnahme auch von Akut- und Notfällen nicht mehr gesichert.

Diese Allgemeinverfügung gilt bis zum Erlass einer neuen Sächsischen Corona-Schutzverordnung. Das soll am Montag der Fall sein.

Die komplette Allgemeinverfügung ist unter www.erzgebirgskreis.de abrufbar.

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