Schindelbacher suchen den schwersten Kürbis

In dem Großrückerswalder Ortsteil findet am Samstag die zweite Auflage des Festes statt. Ob wieder ein Kran her muss?

Schindelbach.

Der Großrückerswalder Ortsteil Schindelbach feiert am 5. Oktober zum zweiten Mal ein Kürbisfest. Dazu gehört auch die Ermittlung des schwersten Kürbis. Wobei nicht der größte Kürbis auch gleichzeitig der schwerste sein muss. Das weiß Heiko Lange aus langjähriger Erfahrung.

Der Niederschmiedeberger war vor Jahren im Internet auf ein Foto mit einem riesengroßen Kürbis gestoßen. "So etwas wollte ich auch in meinem Garten haben", so der Niederschmiedeberger. Er begann sich zu informieren und hatte schon mehrfach Erfolg mit den großen Früchten. Mit Ronny Neubert konnte er einen seiner Nachbarn mit diesem Hobby anstecken. Seitdem tauschen sie sich darüber aus. Ronny Neubert hatte im vergangenen Jahr den schwersten Kürbis beim ersten Schindelbacher Kürbisfest abgegeben. Die Frucht wog damals 238 Kilogramm. Ohne Kran hätte es der Kürbis nicht aus Niederschmiedeberg zum Veranstaltungsort nach Schindelbach geschafft.

Tino und Anke Schott sind "De Schinnelbacher Kesselkocher" und bewirten seit vielen Jahren ihre Gäste. Sie steuern nun auf die zweite Auflage zu, die am Samstag stattfindet. Die Idee für die Premiere hatten Tino Schott, Heiko Lange und Ronny Neubert bei einem Polterabend. Damals suchten sie nach einem Thema für ein Herbstfest, das auch in die Region passen würde. Der Auftakt war ein voller Erfolg. Elf Kürbisse waren damals von den Gästen zum Wiegen abgegeben worden. Dieses Jahr rechnet Tino Schott mit etwa 20 Früchten.

An der Vielzahl haben die drei Männer ebenfalls ihren Anteil. Schließlich haben sie sowohl Pflanzen als auch Samen verteilt, die von Freunden und Bekannten großgezogen worden sind. Wie schwer die Kürbisse der beiden Niederschmiedeberger dieses Jahr sind, lässt sich über eine Formel berechnen. Allerdings wollen die beiden nicht verraten, welche Gewichte dabei aus ihren Gärten zu erwarten sind. Sie lassen sich nicht in die Karten schauen.

Das Kürbisjahr selbst hatte im Mai gar nicht gut begonnen. "Es war zu kalt", erklärt Heiko Lange. Der wichtigste Monat sei für die Früchte der Juli. "Dann legen sie bis zu zehn Kilogramm am Tag zu und man kann sie buchstäblich wachsen sehen", so der 40-Jährige. Allerdings ginge das nicht ohne sehr viel Wasser. Da sind sich die Züchter einig. Außerdem decken sie die Früchte über Nacht ab, damit die Wärme bleibt. Das gilt natürlich nur für die Früchte, die im Freien liegen. Im Gewächshaus ist das Abdecken nicht notwendig. Beide kennen weitere Kniffe. Preisgeben wollen sie diese aber nicht. Dafür berichten sie gern von einer Kürbiszüchterszene, die beide beobachten. Den Weltrekord der schwersten Kürbisse hält seit 2016 der Belgier Mathias Willemijns mit 1,1905 Tonnen.

Innerhalb der Szene sind solche Früchte tatsächlich Gold wert. Die Kerne der Giganten werden versteigert und erzielen mehrere Hundert Dollar pro Stück. Mit Erfolgen in diesem Maß rechnen die beiden Niederschmiedeberger nichts. Dazu ist das Klima in ihrem Heimatort zu frisch. Die Kürbisse selbst werden entweder verzehrt oder als Dünger für die nächste Saison verwendet.

Das zweite Schindelbacher Kürbisfest beginnt am 5. Oktober um 14 Uhr. Gewogen werden die Früchte ab 16.30 Uhr. 17.30 Uhr treten De Pascher auf, 19 Uhr De Hutzenbossen. Die Siegerehrung wird für etwa 18.30 Uhr erwartet. Zudem gibt es ein buntes Programm rund um den Kürbis.

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