Schöne Bescherung: Donald Trump sorgt für Kontroverse

Ein sich wandelnder Biertank überrascht seit drei Jahren Autofahrer an der B 95. Doch diesmal mündete das in einem Missverständnis.

Bärenstein.

Ob Schneemann, Anton Günther oder Soldat Schwejk: Steffen Held hat seinem tonnenschweren Biertank schon vielerlei Gestalt verpasst. Seit knapp drei Jahren grüßen die bauchigen Gesellen Autofahrer an der B 95 in Bärenstein. Doch diesmal sorgt die neue Figur für Kontroverse - denn es ist Donald Trump, der gewählte und umstrittene künftige US-Präsident.

"Klasse Aktion" bis "schädigend für den Ort": Bei Facebook wurde mit sehr unterschiedlichen Ansichten über den Bärensteiner Donald diskutiert. "Der Ort macht sich voll lächerlich", schreibt ein Nutzer. "Richtig geil" oder "Klasse Steffen" merken andere an. Doch bei verbalen Scharmützeln blieb es nicht. Zunächst wurde Donald Trump beschmiert. Am Mittwoch war dann zu sehen, dass Unbekannte dem designierten mächtigsten Mann der Welt augenscheinlich eine Ku-Klux-Klan-Maske verpasst hatten - wohl in Anspielung auf Trumps Wahlkampfäußerungen gegen Immigranten - sowie ein Schild mit der Aufschrift "Fuck Trump".


Figuren-Schöpfer Steffen Held spricht von einem großen Missverständnis. "Ursprünglich wollte ich einfach einen Weihnachtsmann machen. Dann kam mir unter dem Motto ,Das ist ja eine schöne Bescherung' die Idee mit Trump. Das war alles ironisch gemeint", sagte er gestern der "Freien Presse". Den Hintersinn verstanden offenbar auch zwei Russen nicht, die vorbei kamen, als Held sein Werk just fertig gestellt hatte. "Sie machten Fotos und wollten mir unbedingt die Hand schütteln, obwohl sie noch schmutzig war. Wahrscheinlich erhoffen sie sich von Herrn Trump einiges", erzählt der Bärensteiner.

"Ich wollte nicht, dass das so entgleist", so Held weiter. Wenn es das Wetter zulässt, will er das Fass rot übermalen und doch noch in einen Weihnachtsmann umwandeln. Die Autofahrer an der B 95 möchte er indes auch zukünftig überraschen. Er habe neben der Kritik auch viel Zuspruch erhalten. Damit müsse man leben. Eins ärgere ihn aber richtig: "Das Beschmieren der amerikanischen Flagge war unter der Gürtellinie."

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