Schulgebäude wird mit Festwoche gefeiert

Dabei hat das Schulwesen in Marienberg noch eine viel längere Geschichte. Und die ist recht abwechslungsreich.

Marienberg.

Das Gebäude des heutigen Marienberger Gymnasiums hat bewegte Zeiten hinter sich. Auf 125 Jahre Geschichte kann während der kommenden Festwoche zurückgeblickt werden. Die Geschichte wurde zum großen Teil in der Schule selbst aufgearbeitet. "Im Rahmen des Ganztagsangebots Schulgeschichte geschah das bisher unter Leitung von Helga Pallent, sie wird von Stefanie Ahner abgelöst", erzählt der amtierende Schulleiter Enrico Huth.

Für das Gebäude des heutigen Gymnasiums in Marienberg war 1892 die Stunde Null. Eine höhere Schule gab es in der Bergstadt allerdings schon viel früher. Für 1532 - Marienberg folgte in der Gewichtung der sächsischen Bergstädte zeitweise direkt auf Annaberg und Freiberg - ist der Bau einer Lateinschule nachweisbar. Sie existierte bis 1831. Im Gebäude der alten Lateinschule wurde eine Bürgerschule gegründet. Die Schülerzahl stieg bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf etwa 900 an. Deshalb wurde der Bau eines neuen Schulgebäudes geplant. 14 Wochen nach der Grundsteinlegung 1892 wurde Richtfest gefeiert. Nach einer Bauzeit von 17 Monaten wurde die Schule inklusive Turnhalle im Oktober 1983 in Betrieb genommen.

Das Gebäude beherbergte nicht nur eine, sondern alle Schulformen der Stadt: die einfache und mittlere Volksschule, die Fortbildungsschule, eine gewerbliche Zeichenschule und auch die Hilfsschule. Aber erst zum Schuljahr 1937/38 bestand in Marienberg wieder die Möglichkeit, das Abitur abzulegen, allerdings nur in einer "Oberschule für Jungen". 1950 wurde die Schule in Oberschule "Martin Andersen Nexö" umbenannt, aus der 1955 die gleichnamige Polytechnische Oberschule (POS) wurde. Das Abitur konnte während der DDR-Zeit in Marienberg nur in der Erweiterten Oberschule "Wilhelm Pieck" erworben werden. Der Schulbesuch dauerte zunächst vier Jahre - von den Klassenstufen neun bis zwölf, später in den 1980er-Jahren nur noch von der Klassenstufe elf bis zwölf.

Eine große Zäsur kam mit der Wende, 1992 wurde das Gymnasium gegründet, woraufhin ein Ansturm auf die Bildungseinrichtung einsetzte. Bis zu 1500 Schüler wollten das Abitur erwerben, zwei Außenstellen wurden notwendig: die Baracke an der Schillerlinde sowie eine Etage der Mittelschule am Mühlberg. Ein Erweiterungs- bau war dringend notwendig geworden. Eingeweiht wurde das Schulgebäude am 13. Juni 1995, eine neue Drei-Felder-Turnhalle entstand am Goldkindstein, die 2006 in Betrieb genommen wurde. Derzeit werden im Gymnasium Marienberg 562 Schüler von 46 Lehrern unterrichtet.


Von Theater bis Party ist viel los

Dienstag

18 Uhr: Festveranstaltung in der Aula des Gymnasiums und anschließend Ausstellungseröffnung (auf Einladung).

Mittwoch und Donnerstag

Ausstellung im Roten Turm, Schulführungen zu jeder vollen Stunde (jeweils 16 bis 19 Uhr).

Mittwoch und Donnerstag

Sportfeste für Schüler.

Donnerstag und Sonnabend

Jeweils 18 Uhr: Aufführung des Stücks "Pension Schöller" im Theaterzimmer.

Freitag

Schulfest für die Schüler von 8 bis 13 Uhr.

Freitag

20 Uhr: Schulparty in der Stadthalle (für Eltern, Lehrer, Gäste und Schüler ab 16 Jahren).

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