Seiffen richtet weitere Hotspots ein

Freies Internet soll künftig auch am Haus des Gastes zugänglich sein. Der Startschuss könnte schon bald erfolgen.

Seiffen.

Wer in Seiffen unterwegs ist, soll an ausgewählten Orten künftig kostenfrei offene Internetverbindungen nutzen können. Dazu beteiligt sich die Kommune an einem entsprechenden Projekt des Erzgebirgskreises, wodurch mehr als 80 W-Lan-Zugangspunkte - sogenannte Hotspots - in Städten und Gemeinden geschaffen werden. Nun soll das Angebot im Spielzeugdorf erweitert werden: In der vergangenen Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, zwei zusätzliche Hotspots einzurichten.

Laut Bürgermeister Martin Wittig (CDU) hatte der Landkreis noch entsprechende Mittel übrig und bei Kommunen angefragt, ob weiterer Bedarf bestehe. "Wir haben uns daraufhin gemeldet", so Wittig. Das erste zusätzliche Internet-Angebot ist demnach für den Bereich rund um die Bibliothek geplant. Das Netz soll von da in Richtung Bergkirche abstrahlen. Dadurch werde ein "Lückenschluss" im Zentrum erreicht, erklärte Wittig. Denn ein bereits geplanter Hotspot entsteht am Rathaus. Somit könne das gesamte Gebiet nahe der Hauptstraßenkreuzung künftig mit dem freien Netz abgedeckt sein.

Der zweite zusätzliche Bereich, in dem Gäste bald im Internet surfen sollen, ist rund um das Haus des Gastes und das ehemalige Freizeitbad. Der Grund: Das Gelände um das alte Außenschwimmbecken soll zu einem Hochwasserrückhaltebecken umfunktioniert werden. Wenn das soweit ist, werde dort laut Wittig ein kleiner Park angelegt. Touristen könnten dann dort ausspannen - und per W-Lan online gehen.

Bereits im Mai 2018 hatte der Seiffener Gemeinderat den Weg für zwei Hotspots im Ort geebnet. Neben dem Rathaus wurde das Freilichtmuseum als Standort gewählt. "Ein wichtiger Schritt für uns", sagte Wittig damals. Bis dato gab es lediglich in der Tourist-Information einen Hotspot, der jedoch nichts mit dem Kreis-Projekt zu tun hat.

Die Kosten für die ersten beiden beschlossenen Hotspots belaufen sich auf insgesamt rund 38.000 Euro. Die Gemeinde trägt einen Eigenanteil von zehn Prozent. Hinzu kommen jährliche Unterhaltungskosten von knapp 1300 Euro. Für die nun zusätzlich geplanten Hotspots investiert Seiffen einmalig weitere knapp 5500 Euro, hinzu kommen jährliche Betriebskosten in Höhe von je rund 1000 Euro. Seiffens Bürgermeister rechnet damit, dass die Hotspots bis Februar eingerichtet sind und dann gesurft werden kann. Der Startschuss für das erzgebirgsweite Hotspot-Projekt war Anfang Juli 2018 gefallen. (mit rickh)

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