Seltene Spinne entdeckt

Bockauer wundert sich über große Radnetze

Wiesenbad/Bockau.

Eine im Erzgebirge noch seltene Spinnenart hat ein Mann aus Bockau in seinem Garten entdeckt. Es handelt sich um eine Wespenspinne, auch Zebraspinne genannt. Zunächst wunderte sich der Bockauer über die ungewöhnlich großen Radnetze, die er immer wieder fand. Oft hatten sie einen Durchmesser von 60 Zentimetern. Manchmal sei er mitten hineingelaufen. "Das war echter Horror", sagt er. Schließlich krabbelte ihm dann das zwei Zentimeter lange, bunt gemusterte Weibchen über den Weg. Die Wespenspinne stammt aus Südeuropa, verbreitet sich seit etwa 30 Jahren aber immer weiter nordwärts. Die Ursachen sind laut dem Naturschutzbund Nabu nicht genau bekannt. Es sei naheliegend, dass die Klimaerwärmung damit zu tun habe. Im Erzgebirge seien nur vereinzelte Vorkommen bekannt, etwa bei Wiesenbad und Marienberg, im Zschopau- und im Flöhatal, sagt Wolfgang Riether vom Verein Pro Naturschutz Sachsen. Das Gift der Wespenspinne gilt für Menschen als ungefährlich. (mu)

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