Shoppingnacht und Trödelmarkt bringen Leben in die Innenstadt

Besonders beruflich stark eingespannte Erzgebirger wissen das Angebot der Olbernhauer Händler zu schätzen.

Olbernhau.

20 Unternehmen haben sich am Samstag an der sechsten Shoppingnacht in der Olbernhauer Innenstadt beteiligt. Bis 22 Uhr blieben in den mit Fackeln beleuchteten Straßen die Läden geöffnet.

Bei den Besuchern kam das an. "Für alle, die beruflich stark eingebunden sind, eine hervorragende Sache. So hat man Zeit zum Einkaufen, und das Geld bleibt in der Stadt", sagte Marlies Mehlhorn, die mit ihrem Mann Lutz unterwegs war. "So eine Aktion zeigt doch, dass der Zusammenhalt der Innenstadthändler da ist", ergänzte dieser. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen schaute Rosi Müller vorbei. "Wir haben viel gekauft und auch den Trödelmarkt besucht. Die Shoppingnacht ist super. Weil es diesmal fast schon frostig war, würde ich mir so etwas auch mal im Sommer wünschen," meinte die Olbernhauerin.


Zufrieden mit dem Verlauf der Shoppingnacht zeigte sich am späten Abend Mitorganisator Marco Hunger. "Über Mittag war es etwas ruhig, was aber nicht am Wetter lag. Denn in den Vorjahren war das genauso. Von 16 Uhr an bis in die Nacht hinein war die Innenstadt aber gut frequentiert. Schön war auch, dass der Trödelmarkt des Kirchspiels wieder zur Shoppingnacht stattgefunden hat. Ich denke, dass sich beide Veranstaltungen zum gegenseitigen Vorteil etabliert haben", sagte der Inhaber eines Modegeschäftes.

Obwohl schon 8 Uhr die Türen zum Trödelmarkt geöffnet wurden, standen die ersten Schnäppchenjäger bereits eine Stunde vorher davor. "Rund 100 Kauflustige waren es dann zur Eröffnung, darunter auch Profihändler", sagte Jörg Bochmann, Mitarbeiter des Kirchspiels Olbernhau. Gemeinsam mit etwa 70 Helfern hatte er in den vergangenen Tagen Sachspenden aus der Bevölkerung angenommen. "Eine unglaubliche Warenmenge kam auf diese Weise zusammen. Wir mussten sogar aufs Außengelände des Gemeindezentrums ausweichen", berichtet Bochmann, der den gesamten Samstag und auch am Sonntag einen permanenten Kundenzustrom registrierte.

"Erzgebirgische Volkskunst haben wir gut verkauft. Dass Gläser und Porzellan so gut gingen, war für uns etwas überraschend", fügte Bochmann hinzu. Burkhard Wiener zählte zu denjenigen, die etwas aus Glas erstanden haben. "Bleiglas, um genau zu sein. Eine handgeschliffene Vase aus dem Olbernhauer Glaswerk habe ich zufällig entdeckt und spontan gekauft", berichtete er. Das gute Stück möchte sich der Olbernhauer allerdings nicht ins Wohnzimmer stellen. "Ich bin Mitglied im Tennisverein. Dort werden wir die Vase als Wanderpokal unseres im August stattfindenden Turniers 'Flöhatal-Open' verwenden."

Während die siebente Auflage der Olbernhauer Shoppingnacht im nächsten Jahr beschlossene Sache ist, ist eine Neuauflage des Trödelmarktes noch nicht sicher. "Überlegungen dazu gibt es, aber fest steht aktuell noch nichts", so Jörg Bochmann.

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