Simson-Fans kommen auf ihre Kosten

Über 120 Krafträder im Fokus - 300 Gäste vor Ort

Mildenau.

Rund 300 Besucher kamen zum Simson-Treffen der Simson Crew "Eastgermanbikes" am Samstag nach Mildenau. Dort gab es über 120 Kleinkrafträder zu bestaunen, darunter auch Aufgemotztes. So wie Andy Neuberts Simson S 51B: Neubert hat sein Mokick in ein Motorrad verwandelt - angetrieben von einem 90 Kubikzentimeter großen Motor. Dieser beschleunigt das Zweirad auf bis zu 120 Kilometer pro Stunde. Der Mildenauer hat einen größeren Vergaser eingebaut und sowohl den Kolben als auch die Kurbelwelle und die Laufbuchsen vergrößert. Die Scheibenbremsen wurden notwendig, um das Krad auch bei höheren Geschwindigkeiten ordnungsgemäß abbremsen zu können. Das Getriebe kaufte er von einem Spezialisten. Statt der original verfügbaren vier Gänge kann Andy Neubert bei seiner "Simme" fünf Gänge schalten.

Andere Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) "Eastgermanbikes" verwenden ihre "Simmen" im Alltag, wie Chef Marcus Bernt versicherte. Genau 27 Mitstreiter aus Mildenau, der näheren Umgebung und ganz Deutschland zählen dazu. Sie restaurieren, hegen, pflegen und fahren alles, was jemals bei Simson im südthüringischen Suhl gebaut worden ist. Die ältesten Modelle der IG wurden um 1955 gebaut, die neusten 1990. Warum das so ist, hat Marcus Bernt rasch erklärt: "Die Simson-Krafträder halten lange und sind gleichzeitig einfach zu verändern und aufzuhübschen", sagte er. Entstanden ist das Simson-Treffen vor drei Jahren. Der Organisator des Kartoffelfestes Christian Beyer hatte es angeregt. "Die Idee kam uns entgegen", so Marcus Bernt. (jag)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...