Sprayer soll zur Strafe Arbeit leisten

Staatsanwaltschaft will von Anklage absehen

Großrückerswalde.

Die jüngsten Schmierereien sind noch nicht entfernt, verschandeln weiter die Buswartebereiche an der Oberschule in Großrückerswalde. Auch die Suche nach den Tätern, die Anfang Februar Graffiti gesprüht haben, läuft weiter. Ein anderer Fall von Vandalismus, der sich an der Bildungseinrichtung zugetragen hatte, ist derweil aufgeklärt. Der Beschuldigte soll nunmehr Wiedergutmachung leisten.

Im Juli vergangenen Jahres wurden Bushaltestelle, das erst im Juni fertiggestellte grüne Klassenzimmer und mehrere Bänke beschmiert. Die Gemeinde schaltete die Polizei ein und bat um Zeugenhinweise. Mit Erfolg. Ein damals 19-jähriger Tatverdächtiger aus Großrückerswalde wurde ermittelt, das Verfahren an die Staatsanwaltschaft übergeben. Die will aber von einer Anklage gegen ihn wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung absehen, teilt Staatsanwältin Jana Brockmeier auf Anfrage von "Freie Presse" mit. Vielmehr soll der Sprayer zur Strafe Arbeit leisten und sich um einen Schadensausgleich mit dem Geschädigten im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleiches bemühen, erläutert Jana Brockmeier.

Wie genau die Wiedergutmachung aussehen könnte? Auch in Stollberg kam es zuletzt zu Schmierereien und Sachbeschädigungen. 14 Schüler konnten als Täter ermittelt werden. "Sie werden in den nächsten Ferien im Bauhof alles wieder abarbeiten", erklärte Oberbürgermeister Marcel Schmidt. Die ausgehandelte Arbeitszeit - unter anderem wegen zerstörter Bänke, beschmierter Wände, herausgerissener Koniferen und angezündeter Dämmung an der Bürgergarten-Fassade - reiche je nach Strafmaß von vier bis 120 Stunden. (rickh/mit joe)


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