Stadt ebnet Weg für Bau von neuem Ärztezentrum

Nutzung von fünf Praxen bereits vereinbart - Start im Frühjahr 2020 möglich

Olbernhau.

"Es hat lange gedauert, jetzt ist es soweit", sagte Olbernhaus Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) in der jüngsten Stadtratssitzung. Der Weg für das geplante Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in Olbernhaus Innenstadt ist nun - zumindest vonseiten der Stadt - frei. Die Stadträte haben einstimmig das Einvernehmen für den Bauantrag erteilt. Damit kann das Landratsamt als zuständige Behörde für die Baugenehmigung jetzt über diese entscheiden. Das MVZ soll an der Stelle des historischen Postamtes an der Albertstraße entstehen.

Haustein ist froh, dass es nun weitergehen kann: "Die Einrichtung ist ein zentraler Punkt der Stadtentwicklung in Olbernhau und auch für das Umfeld." Der Bürgermeister rechnet damit, dass noch in diesem Jahr begonnen werden kann, einen Teil des Postamtes abzureißen. Der Umbau zu dem neuen Gebäude könne womöglich im Frühjahr 2019 beginnen. Diese Einschätzung teilt auch Albrecht Kohlsdorf, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Mittleres Erzgebirge. Der Verband ist Eigentümer des Gebäudes und investiert in das Bauprojekt, hinzu kommen Fördergelder und Eigenmittel der Stadt.

Eigentlich sollte das Vorhaben schon früher voranschreiten. Die Rede war einmal davon, dass schon Ende dieses Jahres erste Behandlungen im MVZ erfolgen könnten. Verzögert hat sich das Ganze laut Kohlsdorf aber aufgrund von umfangreichen Planungen. So seien langwierige Abstimmungen zum Brand- und Denkmalschutz sowie mit Fördermittelgebern nötig gewesen. Weiterer Grund: Die Planung musste europaweit ausgeschrieben werden. Auch das habe Zeit in Anspruch genommen. Laut Kohlsdorf könne das MVZ bis Anfang 2020 fertiggestellt sein.

Die Kosten beziffert der stellvertretende DRK-Vorsitzende aktuell auf rund 6,5 Millionen Euro. Er erklärt, dass es inzwischen schon konkrete Absprachen zur Nutzung gebe: Zwei allgemeinmedizinische Praxen sowie jeweils eine chirurgische, neurologische und urologische Praxis seien bereits vereinbart. Eine Augenarztpraxis soll noch hinzukommen. Das MVZ soll zum Teil von privaten niedergelassenen Ärzten genutzt werden und auch von angestellten Medizinern, die im Klinikum Mittleres Erzgebirge arbeiten.

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