Stadt hebt für kleine Kläranlagen Gebühren an

Marienberg reagiert auf steigende Kosten der Abwasser-Entsorgung

Marienberg.

Die Stadt Marienberg hat mit Beginn dieses Jahres für Hauseigentümer ohne Anschluss ans öffentliche Abwassernetz die Gebühren für Abwasser angehoben. Betroffen sind diejenigen, die etwa eine private Kleinkläranlage betreiben. Gegenüber "Freie Presse" sagte Stadtsprecherin Gisela Clausnitzer nun, dass der Schritt unausweichlich sei. Zuletzt sei es der Stadt in Hinblick auf die Kleinkläranlagen nicht mehr gelungen, kostendeckend zu arbeiten.

In den vergangenen Jahren habe Marienberg steigende Ausgaben verzeichnet. So fallen unter anderem die Personal- und Betriebskosten höher aus. Beispielsweise werde für die technischen Anlagen Strom benötigt, der in den vergangenen Jahren teurer geworden sei, erklärte Gisela Clausnitzer. Ihren Worten zufolge sind nur wenige Marienberger betroffen. Lediglich rund 1,3 Prozent der Haushalte verfügten über eine dezentrale Abwasserentsorgung. Eine absolute Zahl nannte die Sprecherin nicht.

So sehen die neuen Preise aus: Wer eine abflusslose Grube beziehungsweise eine Kleinkläranlage besitzt und sein Abwasser von der Stadt abholen lässt, bezahlt 36,11 Euro je Kubikmeter. Zuvor waren lediglich 26,30 Euro fällig. Wird das Abwasser hingegen eigenständig zum Klärwerk gebracht, fallen 16,76 Euro an. Bislang mussten dafür laut Gisela Clausnitzer 11,08 Euro entrichtet werden. Günstiger ist das Überlaufwasser aus Kleinkläranlagen ohne biologische Stufe und ohne zentrale Klärung. Die Kosten stiegen von 1,55 Euro auf 2,44 Euro. Auch in diesem Fall werde lediglich kostendeckend gearbeitet, ergänzte die Sprecherin. Der Stadtrat stimmte der Änderung bereits zu.

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