Stadt lässt Konzept für Sanierungen erarbeiten

Pockau-Lengefeld möchte auch die Bürger in das Vorhaben einbinden

Pockau-Lengefeld.

Die Stadt Pockau-Lengefeld hat ein Dresdener Unternehmen beauftragt, ein Konzept für energetischen Bau- und Sanierungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der Untersuchungsraum umfasst für das Ortszentrum Pockau eine Fläche von rund 45 Hektar. In Lengefeld wird ein Areal von circa 25 Hektar geprüft, dass neben dem Stadtkern auch das Wohngebiet an der Schulstraße einschließt.

Den Hintergrund zum Beschluss bildet eine Neuausrichtung des Städtebau-Förderprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Um künftig von einer Förderung des neuen KfW-Programms profitieren zu können, soll die Dresdener Firma nun prüfen, welche kommunalen Liegenschaften einen energetischen Sanierungsbedarf haben. Besonders hervorgehoben wurden dabei der Bahnhof und das Museum in Pockau sowie das Schwimmbad und die Schule in Lengefeld. Doch nicht nur öffentliche Einrichtungen sollen im Konzept berücksichtigt werden. Auch private Hauseigentümer sollen freiwillig an der Prüfung teilnehmen können, falls diese eine Erneuerung der Heizung oder Dämmung ihrer Immobilien planen. Das Konzept soll künftige als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für Investitionen dienen. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund 81.200 Euro, 85 Prozent davon werden von der KfW gefördert.


Im Stadtrat stieß der Beschlussvorschlag auf ein geteiltes Echo. Michael Gasch von den Freien Wählern kündigte vorab seine Gegenstimme an: "Wir investieren wieder nur in Pockau und Lengefeld, die anderen Ortsteile bleiben unberücksichtigt. Deshalb kann ich dem Vorschlag nicht zustimmen." Zudem fürchtete Gasch neue Auflagen, etwa bei der Gebäudedämmung, für die teilnehmenden privaten Hauseigentümer. Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU) entgegnete, dass es sich bei dem Konzept lediglich um eine Entscheidungshilfe handele. Beim Gebäudebau sei hingegen schon jetzt die Energieeinsparverordnung verpflichtend. "Niemand möchte energieeffiziente Wohnungen bauen, die dann leerstehen", so Ingolf Wappler.

Der Beschluss wurde schließlich mit elf Dafür- bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung verabschiedet.

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