Stadt will künftig Papier sparen

Marienberger Räte sollen Unterlagen ab sofort elektronisch erhalten

Marienberg.

Die Stadträte von Marienberg wollen einen Beitrag zu den Themen Umweltschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit leisten. Die Volksvertreter sowie die Verwaltung erklärten sich bereit, künftig bei der Ratsarbeit Papier sparen zu wollen. Zu der Gremiumssitzung am Montagabend wurden zwei dafür benötigte Beschlüsse einstimmig gefasst.

Die Geschäftsordnung des Stadtrats wird demnach dahingehend geändert, dass die Kommunalpolitiker ab sofort alle Unterlagen elektronisch erhalten, ähnlich wie es der Erzgebirgskreis bereits für den Kreistag handhabt. Bergeweise Papier aus Beschlussvorlagen, Niederschriften und sonstigen Informationen kann damit ersetzt werden. Die digitale Variante soll bereits zu den nächsten Ausschusssitzungen im Februar genutzt werden, erklärte Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos). Allerdings sei sie keine Pflicht. Räte können - wenn gewünscht - die Unterlagen weiterhin in Papierform erhalten.

Zwar spart die Verwaltung damit auch Geld für Papier und Druck. Tablets oder Laptops stellt die Stadt den Volksvertretern aber nicht zur Verfügung. Die Stadträte sollen ihre privaten Geräte nutzen. Dafür erhalten sie eine monatliche Entschädigung in Höhe von acht Euro. Das wurde in die Satzung der Bergstadt mit aufgenommen. In diesem Zuge wurde eine weitere Änderung getroffen. Künftig reicht ein Fünftel statt ein Viertel der Stadträte aus, um eine Einberufung einer Sitzung zu erwirken. So sieht es auch die sächsische Gemeindeordnung vor.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.