Stadt will neuen Unimog leasen

Pockau-Lengefelder Räte diskutieren über Finanzierungsart

Pockau-Lengefeld.

17 Jahre ist er alt, der Unimog vom Bauhof der Stadt Pockau-Lengefeld. Und die Zeit ist nicht spurlos an dem Fahrzeug vorüber gegangen. Der Unimog ist stark verschlissen. "Er steht kurz vor einem Getriebeschaden", sagt Kämmerer Christian Fiebiger. Eine Reparatur würde die Stadt rund 16.000 Euro kosten. Und es ist mit weiteren Reparaturen zu rechnen. Deshalb plant die Stadt, ein neues Fahrzeug anzuschaffen. "Wir müssen etwas machen. Der Unimog ist eine Zumutung für die Bauhofmitarbeiter", betont Stadtrat Gerd Uhlmann von den Freien Wählern. Über eine Ersatzbeschaffung waren sich die Volksvertreter in der jüngsten Sitzung zwar einig. Über die Art der Finanzierung hingegen nicht.

Die Pläne der Verwaltung sehen vor, einen Unimog UE 318 zu leasen. Es sei ein gutes Angebot, sagt Kämmerer Fiebiger. Ein neuwertiges, wartungsarmes Fahrzeug, liquiditätsschonend mit niedrigen monatlichen Raten. Die Kostenschätzung geht von rund 16.000 Euro jährlich aus. Bei sechs Jahren Laufzeit ergeben sich in etwa 96.000 Euro. Zudem sei ein Rabatt in Höhe von 8000 Euro von einem Anbieter in Aussicht gestellt worden. Bürgermeister Ingolf Wappler habe sich mit anderen Kommunen ausgetauscht, die bereits auf ein Leasingmodell gesetzt haben: "Sie haben damit positive Erfahrungen gemacht."

Einige Stadträte äußern Bedenken. Ulrich Findeisen von den Freien Wählern warnt vor den Leasingfallen und vor versteckten Kosten. Seine Fraktionskollegin Sabine Schlißio sei ebenfalls skeptisch, da es sich um ein Baufahrzeug handelt. Leichte Lackschäden sind da unumgänglich. "Mir wäre eine Finanzierung mit Restrate lieber", so Schlißio. Gerd Glöckner (Linke) spricht sich ebenfalls für einen Kauf aus.

Trotz der Bedenken ist letztlich mehrheitlich bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen Bürgermeister Wappler ermächtigt worden, die Ersatzbeschaffung eines Unimogs als Leasingfahrzeug vorzubereiten und das wirtschaftlichste Angebot nach entsprechender Prüfung durch das Landratsamt anzunehmen. Denn die Zeit drängt. Die Bestellzeit beträgt bis zu zwölf Wochen. Und: Das neue Bauhoffahrzeug soll möglichst schon ab Oktober dieses Jahres für den Winterdienst zum Einsatz kommen.

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