Stadträte ebnen Weg für Bau der neuen Rettungswache

In Marienberg sollen die Lebensretter unter besseren Bedingungen arbeiten. Nicht das einzige Vorhaben des Zweckverbandes im mittleren Erzgebirge.

Marienberg.

Der Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge plant in Marienberg eine neue Rettungswache. Um auf dem Gelände der ehemaligen Waschanlage an der Freiberger Straße bauen zu dürfen, muss die Stadt den Plänen zustimmen. "Wir wollen sicherstellen, dass es keine Probleme gibt", sagt Oberbürgermeister André Heinrich.

Deshalb haben sich die Stadträte in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses vorab bereits mit drei Befreiungsanträgen beschäftigt, weil die neue Rettungswache von baurechtlichen Vorschriften abweichen wird. Unter anderem kann ein eigentlich vorgeschriebenes Satteldach bei der Fahrzeughalle nicht eingehalten werden, erläutert Heinrich. Die Ausschussmitglieder trafen einstimmig einen Empfehlungsbeschluss, dass die Stadt allen Befreiungsanträgen stattgeben darf. "Das werden wir dem Bauherren so mitteilen", sagt Heinrich. Damit könnte nun der Rettungszweckverband das Vorhaben weiter vorantreiben und als nächsten Schritt den Bauantrag für das 1,7 Millionen Euro teure Projekt stellen.

Der Neubau des Gebäudekomplexes mit Fahrzeughalle, Sozial-, Ruhe- und Funktionsräumen soll voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen. 2020 schließlich könnten die Rettungskräfte in Marienberg umziehen und fortan unter modernen Bedingungen arbeiten. Das ist bislang eher nicht der Fall. Die alte Rettungswache an der Töpferstraße ist baufällig, erklärt Heinrich. Das marode Gebäude soll abgerissen werden.

Wie Rettungszweckverbands-Geschäftsführer Boris Altrichter bereits im April mitteilte, handelt es sich in Marienberg nicht um die einzige Rettungswache im mittleren Erzgebirge, die sich in einem schlechten Zustand befinde. Deshalb soll im nächsten Jahr auch eine neue Wache in Pockau-Lengefeld eingeweiht werden. Kosten für den Neubau im Gewerbegebiet Görsdorf: etwa 900.000 Euro.

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