Straßenbau stellt Stadt vor Herausforderung

Der Ausbau der Hallbacher Straße ist ein Versprechen an die Einwohner gewesen. Der erste Abschnitt wurde bereits erneuert. Nun will Olbernhau die Planung für den oberen Bereich vorantreiben. Doch es ist kompliziert.

Hallbach.

Olbernhaus Bürgermeister Heinz-Peter Haustein könne sich noch gut an die Einwohnerversammlung erinnern. Den Bürgern von Hallbach war es ein wichtiges Anliegen, dass die gleichnamige Dorfstraße durch ihren Ort saniert wird. Deshalb wurde den Bewohner auch versichert, dass Projekt nach der Eingemeindung anzugehen. Nachdem im Vorjahr der untere, etwa 400 Meter lange Abschnitt der Hallbacher Straße für rund 200.000 Euro erneuert wurde, gibt es nun auch Neuigkeiten zum deutlich längeren, oberen Abschnitt.

Erst im Februar dieses Jahres erkundigte sich ein Anlieger während einer Stadtratssitzung, was aus der verbleibenden Strecke wird. Bodenwellen und viele Flicken prägen die Straße vom Mittel- bis zum Oberdorf. Nun haben sich die Volksvertreter in ihrer jüngsten Zusammenkunft mit dem Thema beschäftigt, um die Planungen weiter voranzutreiben. Doch der Straßenbau in diesem Bereich ist kompliziert.

Bauamtsleiter Stefan Proksch hebt den schlechten Zustand sowohl vor als auch nach der Eingemeindung hervor. Doch der Ausbau bringe eine ganze Menge mehr Aufgaben mit sich als nur die Beseitigung der desolaten Straßendecke. Probleme bereiten Rinnsale, die sich bei Niederschlag bilden. Stefan Proksch spricht von Strömen, die sich bei Starkregen bilden und in der Talsohle im Ortsteil schließlich zusammenlaufen. Deshalb müsse das Projekt kombiniert sowohl den Straßenbau als auch die Wasserproblematik betrachten.

Mit dieser Aufgabe hat der Stadtrat einstimmig ein Unternehmen aus Meißen beauftragt. "Wir haben bei vier Büros angefragt, mit denen wir schon gut zusammengearbeitet haben", erläutert der Bauamtsleiter. Mit drei Firmen erfolgten anschließend Gespräche. Das Meißener Unternehmen habe seine Herangehensweise erläutert, die Baukosten realistisch dargestellt und letztlich das beste Angebot abgegeben. Die Kosten für die Planungsleistung belaufen sich für die Stadt auf fast 90.000 Euro.

Der Ausbau des 1,8 Kilometer langen Abschnitts wird deutlich mehr kosten. Olbernhau ist daher auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Projektplanung ist Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können. Wann genau der eigentliche Bau erfolgt, ist daher noch nicht absehbar. Fakt ist, so Proksch: Das Projekt werde die Stadt noch eine ganze Weile beschäftigen.

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