Street Food kommt in Marienberg an

Essen vom Stand kann exotisch sein und auch gesund. Das hat die erste Auflage eines Marktes in der Bergstadt gezeigt.

Marienberg.

Hochsommerliche Temperaturen, betörende Düfte und freundliche Menschen sind die Zutaten für den ersten Street-Food-Markt im Zentrum von Marienberg gewesen. 16 Händler, die aus Tschechien und ganz Deutschland in die Bergstadt gekommen waren, lockten am Wochenende viele Gäste an. Und die wurden von der angebotenen Kulinarik überrascht: von klassischen Pulled-Pork-Burgern über afrikanische, mexikanische oder auch ungarische bis hin zu alpenländischer Kost.

An jedem der Food-Trucks oder Stände wurden andere herzhafte oder süße Köstlichkeiten aufgetischt. Sich zu entscheiden, fiel da schwer. Die Marktbesucher nahmen sich Zeit, reihten sich ein in die eine oder andere Warteschlange und freuten sich auf den Genuss der meist gesunden, aber immer frisch zubereiteten Köstlichkeiten. "Die Aussicht auf etwas nicht Alltägliches hat uns gereizt", sagte Jan Richter aus Marienberg, der mit Sascha Ullmann und Nicole Friebe aus Chemnitz den Markt besuchte. "Wir haben schon einiges gekostet: Burger, Raclette-Käse auf Brot oder auch Schupfnudeln mit Pilzen", so Jan Richter. Etwas mutiger war Sascha Ullmann: "Ich habe mich an die gerösteten Insekten gewagt. Die waren gut, exotisch." Im Angebot hatte diese der Berliner Koch Frank Ochmann, der auch für das RTL-Dschungelcamp die Spezialitäten zubereitet und weiß, dass die Insekten nicht nur lecker schmecken, sondern auch gesund sind. Sie haben wichtige Vitamine und liefern Proteine sowie allerlei wertvolle Nährstoffe. "Mein Favorit sind Wüstenheuschrecken. Die schmecken ähnlich wie krosse Hähnchenhaut", so Frank Ochmann.


Auf die Beine gestellt hatte den Marienberger Street-Food-Markt der Auer René Kießling mit Stefan Unger. "Vor drei Jahren haben wir erstmals einen Street-Food-Markt organisiert. Wir hatten den Trend zunächst in großen Städten beobachtet und dann die Idee, Street Food auch ins Erzgebirge zu holen", so René Kießling. Fünf Märkte dieser Art veranstalten die beiden 2019. Auf Marienberg als Nummer drei folgen Anfang Juli noch Schwarzenberg und Ende August Aue.

"Es ist nicht einfach, gute Händler zu bekommen, denn die sind gefragt. Qualitätskriterium Nummer eins ist natürlich das Essen", sagt René Kießling, der sich beim Testen auf seinen Geschmack und den von Testessern verlässt. Dass er richtig liegt, bestätigte Nicole Friebe. "Die Angebote sind gut, schmecken. Ich war schon auf anderen Street-Food-Märkten. Die waren oftmals kleiner und die Angebote teurer. Sehr gut waren zum Beispiel Zucchini-Nudeln", so die Chemnitzerin. Angeboten wurden diese vom einzigen Bio-Stand auf dem Markt. "Ich koche aus Leidenschaft und will den Leuten zeigen, das gesundes Essen auch geil schmecken kann", so Daniel Meier aus Aue von Dan's Bio Häusl.


"Krabbel-Allerlei"

Sven Meyer aus Chemnitz: "Ich bin extra aus Chemnitz zum Street-Food-Markt nach Marienberg gekommen. Als erstes habe ich mir ,Krabbel- Allerlei', eine Mischung gerösteter Insekten gekauft. Die haben sehr gut geschmeckt, sehr würzig, leicht scharf. Wie Nüsse. Bei Gelegenheit esse ich das wieder." (faso)


Krokodilfleisch

Denny Werthmann aus Marienberg: "Ich esse Krokodilgulasch. Nicht zum ersten Mal. Ich bin schon viel herumgereist und kenne das Fleisch. Es ist sehr fein, wie Hähnchen. Insekten habe ich allerdings noch nicht gegessen. Der Kopf sagt dazu momentan noch Nein. Vielleicht koste ich ja noch." (faso)


Taco mit Hackfleisch

Annett Schönherr kommt aus Marienberg: "Ich habe mir als erstes einen Taco mit Hackfleisch gekauft. Die Füllung ist etwas scharf, aber lecker. Die Idee mit dem Street-Food-Markt in Marienberg finde ich super und würde mir auch eine Wiederholung wünschen." (faso)

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