Stromausfall beschert zwei Tore

Das Eishockeyspiel um den Glühweinpokal in Seiffen hat keinen Sieger hervorgebracht. Die Zuschauer wurden dennoch bestens unterhalten - auch weil es für kurze Zeit dunkel war.

Seiffen.

Es ist um den Glühweinpokal gegangen - und natürlich um die Ehre. Auf dem Eisareal an der Seiffener Sportwelt Preußler sind am Samstag zwei Eishockey-Freizeitmannschaften gegeneinander angetreten. EHC Icecrackers Seiffen/EHC Pirates Freiberg spielten gegen den AHC Litvínov. "Wir haben minus fünf Grad Celsius, es könnte kaum besser sein", sagte Hausherrin Bettina Preußler.

Die Teams traten mit jeweils drei Feldspielern und einem Torwart an. Gewechselt wurde laufend während des Spiels. Der Spielstand nach drei Dritteln zu jeweils 15 Minuten lautete: 16:16. Die etwa 50 Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, denn kurz zuvor lagen die Gäste aus Tschechien noch mit zwei Toren vorn. Doch es hatte einen kurzen Stromausfall gegeben. Die Flutlichtanlage erlosch und wie durch ein Wunder erzielten die Hausherren in dieser kurzen Zeit der Dunkelheit offenbar zwei Tore. Auf der Anzeigetafel erschien der Toregleichstand, und beide Teams gingen in das Penalty-Schießen.

Den Charakter des Spiels beschrieb Icecracker Alexander Brendel als freundschaftlich. "Wir kennen uns alle, denn wir fahren jeden Freitag zum Training nach Litvínov", sagte der Seiffener, der die technische Überlegenheit der Gäste neidlos anerkannte. "Die Tschechen stehen schon von Kindesbeinen an auf den Schlittschuhen. Dort ist Eishockey Nationalsport, während wir erst im höheren Alter damit begonnen haben", sagte der 34-Jährige. Er gehört zu denen, die das Seiffener Freizeitteam aus der Taufe gehoben hatten.

Weil es in jüngerer Zeit bei den Seiffener Icecrackers an Spielern mangelt, holten sich die Sportler von den EHC Pirates Freiberg Verstärkung. "Wir haben eine Spielvereinigung, das klappt sehr gut", sagte Gunnar Mann, der liebend gern am Samstag auf dem Eis gestanden hätte. "Ich habe aber schon seit Tagen Zahnschmerzen", erzählte der Hilbersdorfer, der aber mehr als gleichwertigen Ersatz mitgebracht hatte. Sohn Lennart ist elf Jahre alt und spielt in der U13 der Dresdner Eislöwen. Der Youngster ließ ein paar Mal sein Talent aufblitzen und steuerte einige Tore für das Konto der Icecrackers bei.

Beim Penalty-Schießen verlor auch Stadionsprecher Gunter Tutzschky alias DJ LDA vollends den Durchblick und verzichtete auf das Durchsagen des Spielstands. Letztlich brachte das Spiel keinen Sieger hervor, womit beide Teams gut leben konnten.

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