Tiefgarage scheitert an der Finanzierung

Bürgerin aus Lauterbach wärmt altes Thema in Marienberg neu auf

Marienberg.

Ursula Grämer geht es wie vielen Einwohnern im ländlichen Raum. In ihrem Heimatort Lauterbach gibt es keine Möglichkeit mehr, Waren für den täglichen Bedarf zu besorgen. Um Lebensmittel und andere Produkte einzukaufen, muss sie erst einige Kilometer nach Marienberg fahren. Und diese Situation werde sich in Zukunft auch nicht ändern. "Man muss mobil bleiben", sagt Ursula Grämer. Genau deshalb sorgt sie sich um die Parkplatzsituation in der Marienberger Innenstadt. Mit ihrem Anliegen, das sie dem Stadtrat zur jüngsten Sitzung vorgetragen hat, wärmt die Lauterbacherin ein altes Thema neu auf.

"Ist ein Parkhaus geplant?", lautet ihre Frage. Beispielsweise wie in Annaberg-Buchholz als Tiefgarage direkt unter dem Marktplatz. Eine Idee, die auch in der Bergstadt schon einmal eine Rolle spielte. Bereits 2004 hatte der damalige Stadtrat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Ein Jahr später stand fest: Die Kosten für eine Tiefgarage mit 166 Stellplätzen würden sich auf 4,7 Millionen Euro belaufen. Auch, weil man unter dem Markt auf einen massiven Fels gestoßen war, dessen Abbruch einen Großteil der Kosten verursacht hätte.

Das Projekt ist finanziell gescheitert, antwortet Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos) auf Ursula Grämers Frage. Das gilt auch für andere Untersuchungen zu möglichen Parkhaus-Standorten an der Freiberger-, Fleischer- und Kirchstraße. In Marienberg habe man sich deshalb für ein anderes Parkkonzept entschieden und Pläne für eine Tiefgarage verworfen, so Heinrich. In der Innenstadt gebe es genügend Parkflächen. Aktuell wird auch der Marienberger Markt als Parkplatz genutzt.

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