Tour spürt Geschichte des mittleren Erzgebirges nach

Der ehemalige Bezirks- bodendenkmalpfleger Volkmar Geupel hat eine Exkursion unter anderem nach Wolkenstein und Niederlauterstein geleitet. Bei der wurden Erinnerungen wach.

Zschopau.

Die Internetseite des Landesamts für Archäologie lockte mit einem zündenden Slogan: "Sie haben einen Termin mit Ihrer Geschichte!" Hinter dem lockeren Spruch verbarg sich eine archäologisch-historische Exkursion ins mittlere Erzgebirge innerhalb der Europäischen Architekturtage.

Die Tour leitete am Samstag Volkmar Geupel, und 25 Frauen und Männer wollten sich den Blick in die Geschichte nicht entgehen lassen. Zum Treffpunkt am "Dicken Heinrich" in Zschopau kamen beileibe nicht nur Teilnehmer aus dem Erzgebirge. Sie reisten aus Altenburg, aus Rochlitz und aus Bautzen an. Gabriele und Detlef Jäger sind vor Kurzem "nach langer Zeit mal wieder" im mittleren Erzgebirge gewesen und hatten von der Exkursion erfahren. "Da wollten wir unbedingt dabei sein", war sich das Ehepaar aus Bautzen einig.


Hartmut Rössler kam aus Rochlitz, der 66-Jährige ist selbst historisch und archäologisch interessiert, er fährt mit anderen Unentwegten ein ehemaliges Silberbergwerk wieder auf. "Da spielt mir diese Exkursion genau in die Karten", sagte er vor dem Start am Bergfried von Schloss Wildeck.

Mit Volkmar Geupel leitete ein Fachmann die Exkursion. Der Dresdner war erst im Landesmuseum für Vorgeschichte und danach im Sächsischen Landesamt für Archäologie angestellt. "Das war doch genau mein Gebiet, denn ich war für den früheren Bezirk Karl-Marx-Stadt zuständig", sagte Volkmar Geupel, der ehemalige Bezirksbodendenkmalpfleger. Der Dresdner leitete viele Ausgrabungen, beispielsweise an der Burgruine Lauterstein, die auch während der Exkursion angesteuert wurde.

Nach dem "Dicken Heinrich" in Zschopau waren die ehemalige Wasserburg in Gehringswalde und Schloss Wolkenstein die nächsten Stationen. Dort wurde der Wohnturm besichtigt, bevor die Fahrt weiter zur Wehrkirche in Großrückerswalde führte. Burg Lauterstein bildete den Schlusspunkt, ein besonderes Terrain für Volkmar Geupel. "Hier habe ich viele Ausgrabungen geleitet", berichtete er. Diese Arbeiten führten unter anderem dazu, dass die Entstehung der Burganlage auf das frühe 13. Jahrhundert datiert werden konnte und nicht das Jahr 1304 als Ersterwähnung maßgebend blieb.

Ursula Zückmantel erlebte die Exkursion am Samstag als "sehr interessant und sehr anstrengend". "Wir sind viel gelaufen und gestiegen, aber ich würde so etwas jederzeit wieder machen", sagte die Großolbersdorferin. Und das kann dann durchaus wieder eine Exkursion mit Volkmar Geupel sein.

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