Trauungen erfolgen nun nur noch im kleinen Kreis

Standesämter in der hiesigen Region bekommen Absagen

Erzgebirge.

Eine Hochzeit wird gewöhnlich im großen Kreis gefeiert. In Zeiten von Corona ist aber auch das nicht mehr möglich. Weil Veranstaltungen und Zusammenkünfte in Kirchen nicht mehr zugelassen sind, finden dort keine Trauungen statt. "Möglich wären Haustrauungen", sagt Dieter Bankmann, Superintendent im Kirchenbezirk Aue. In Standesämtern sind Eheschließungen noch möglich. Allerdings sollte die Gästezahl auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben. Fürs Rathaus Aue heißt das: der Standesbeamte, das Brautpaar, dessen Eltern und ein Fotograf. Und der Standesbeamte soll sich kurzfassen. "Um längeren Kontakt mit den Eheschließenden zu vermeiden", erklärt Stadtsprecherin Jana Hecker.

Fürs Auer Standesamt haben bisher drei Paare die Trauung abgesagt, so Hecker. Bis Ende März sind noch vier Zeremonien angesetzt. Alle in Aue; Außenstellen sind nicht mehr zu bedienen. Das betreffe übrigens auch das Erzgebirgsstadion, in dem es ab April Trauungen geben sollte.

In Schwarzenberg werden derzeit nur der Ratssaal und ein Raum im Schloss für Eheschließungen angeboten. "Zum Glück ist die Anzahl der Anmeldungen in diesem Quartal nicht ganz so hoch", sagt Schwarzenbergs Standesbeamtin Kerstin Schmiedel. Mit allen Brautpaaren, deren Hochzeit jetzt bevorsteht, habe man einvernehmliche Lösungen gefunden: entweder kleiner Rahmen oder Terminverschiebung.

Der Schwerpunkt der mehr als 100 Trauungen, die pro Jahr im Standesamt Annaberg-Buchholz vollzogen werden, liegt laut Stadtsprecher Matthias Förster bei Ende April/Anfang Mai. Bei allen anderen werde eine Verschiebung empfohlen. "Bei Nottrauungen und in dringenden Fällen" sind im Rathaus der Stadt derzeit nur das Brautpaar und die Trauzeugen zugelassen, so Förster.

Gisela Clausnitzer, Sprecherin der Stadtverwaltung Marienberg, weiß, dass viele Paare die Eheschließung abgesagt haben. Für die, die stattfinden, empfiehlt das Standesamt ein Minimum an Gästen. So geschehen am vergangenen Freitag, als eine Trauung stattfand. "Die Stühle im Trauzimmer wurden auf eineinhalb Meter Abstand auseinandergerückt", so Clausnitzer. Im Rathaus Stollberg ist nur noch das Ehepaar für Trauungen zugelassen, berichtet Kristin Liebold, stellvertretende Hauptamtsleiterin. Weil im März überhaupt keine Hochzeiten angemeldet waren, seien bislang auch keine abgesagt. Anmeldungen gibt es aber für Mai und Juni. (ike/matu)


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