Vater-Sohn-Gespann legt sich beim Jubiläum in die Kurven

Die "Zschopauer Classic" erlebt am Sonntag die 20. Auflage. Mit dabei sein werden auch Nico und Johannes Kehrer. Doch noch müssen sie an der Feinabstimmung arbeiten.

Zschopau.

Die "Zschopauer Classic" für historische Renn- und Sportfahrzeuge ist aus dem Motorsportkalender nicht mehr wegzudenken. Am Sonntag wird sie zum 20. Mal ausgetragen. Im Rahmen der Veranstaltung erfolgen verschiedene Wertungsläufe - unter anderem im "ADMV Classic-Cup" - in 15 Klassen. "Nach aktuellem Stand können sich Besucher auf 250 Starter aus Deutschland, Tschechien und der Schweiz freuen", blickt Mitorganisator Gert Wagler voraus.

Die Leitung liegt erneut in den Händen des MSC Schwartenberg, dessen Mitglieder tatkräftig von der Interessengemeinschaft Classic-Rennsport Zschopau und der Stadt Zschopau unterstützt werden. Das ist auch nötig. Schon im Januar beginnt mit den verschiedenen Behördengängen die Vorbereitung. Kann sich Wagler im Vorfeld auf zwölf Helfer zum Streckenaufbau verlassen, so stehen ihm am Veranstaltungstag rund 60 Ehrenämtler zur Seite.


Zur Jubiläumsauflage verlängerten die Organisatoren die Strecke auf 2,8 Kilometer bis ins Gornauer Gewerbegebiet. "Vom Zubringer zur B 174 zweigt die Strecke ab und es folgt eine sensationelle Kurvenkombination. Als Dank an die mithelfenden Kameraden haben wir sie Gornauer Feuerwehrkurve getauft", sagt der Zschopauer.

Zum ersten Mal gehen die Rennsport erprobten Johannes und Nico Kehrer gemeinsam an den Start. Vater Johannes nimmt mit einer "Scorpion KTM 800" die Strecke in Angriff. "Diese ist Nico am vergangenen Wochenende noch im tschechischen Hořice gefahren, verpasste mit Platz 4 in der Supermono-Klasse nur knapp das Podest", sagt der 69-Jährige. Die 95 PS starke Maschine wurde erst in diesem Jahr neu gebaut. Bemerkenswert: Alle Teile erstellten die beiden Tüftler selbst.

Kehrer Senior nahm schon mehrmals als Aktiver in Zschopau teil, vollzog sogar schon den Start. "Das war vor vielen Jahren, als der Start noch direkt im Stadtzentrum stattfand und dadurch der Kurs für mich noch spektakulärer als die heutige Strecke war", erinnert sich der rüstige Rentner. Für Sohn Nico ist es erst die zweite Teilnahme. "Die Honda RS 250 aus dem Jahre 1994 haben wir uns erst vor Kurzem angeschafft und auf Vordermann gebracht", erzählt der 40-Jährige. Da die Maschine seit langer Zeit eine Straße wiedersieht, muss bis zum Sonntag noch an der Abstimmung gearbeitet werden. "Am Sonntag wollen wir schöne Kurven fahren, ordentlich Gas geben und Spaß haben - die Platzierung ist uns eher unwichtig", sind sich die beiden Hohndorfer einig.


2,8 Kilometer lange Strecke am Sonntag für den öffentlichen Verkehr gesperrt

Das Fahrerlager befindet sich auf dem Gelände der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH an der Chemnitzer Straße 94 in Zschopau. Am heutigen Samstag vor dem Rennen öffnet es ab 12 Uhr für Teilnehmer und Besucher. Der Eintritt ist frei.

Die Trainingsläufe beginnen am Sonntag 9 Uhr. Die Wertungsläufe starten gegen Mittag. Die 2,8 Kilometer lange Strecke führt von der "Star"-Tankstelle hinauf Richtung Gornauer Kreisverkehr über den Zubringer zur Schnellstraße B 174 bis ins Gewerbegebiet Gornau. Die Route ist von 8 Uhr bis 17 Uhr für den Verkehr komplett gesperrt.

Interessante Zuschauerpunkte sind am Startbereich (Dähne-Kurve) und am Gornauer Kreisverkehr. (owi)

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