Warum eine Ärztin aus Marienberg nicht mehr im Impfzentrum mitarbeiten darf

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Weil sie Impfstoff nicht vernichten wollte: Angela Albrecht wird nicht mehr als Impfärztin in Impfzentren eingesetzt. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung entschieden.

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1919 Kommentare
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    Ich1966
    22.04.2021

    zu: Was übrigens der Grund dafür ist, dass keine elfte Spritze aus den Am pullen aufgezogen werden darf, bleibt unklar.(1) "Dazu können wir keine Au ssagen treffen", lautet jedenfalls die Antwort der KV auf die entsprechen de Anfrage.

    Die Antwort hierzu hat man bereits an anderer Stelle zu ähnlichen Themen gegeben(1).

    Wenn man ,Reste, nicht verimpfen
    darf kommt das einem Kaufzwang
    gleich.

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    Ich1966
    22.04.2021

    zu: Was übrigens der Grund dafür ist, dass keine elfte Spritze aus den Am pullen aufgezogen werden darf, bleibt unklar.(1) "Dazu können wir keine Au ssagen treffen", lautet jedenfalls die Antwort der KV auf die entsprechen de Anfrage.

    Die Antwort hierzu hat man bereits an anderer Stelle zu ähnlichen Themen gegeben(1).

    Wenn man ,Reste, nicht verimpfen
    darf kommt das einem Kaufzwang
    gleich.

    DAS GANZE VOR ALLEM BEI UNS.

    IST EIN WIEDERLICHES KAPITALIST ISCHES PROFITSYSTEM.

  • 2
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    himpel
    22.04.2021

    @Hausmacher
    In dem von Ihnen zitierten Artikel geht es um den Biontec Pfizer Impfstoff, nicht um den von Astrazeneka.
    Grundsätzlich ist es für mich absolut unverständlich, dass es bei dem AstraZeneca Impfstoff nicht erlaubt sein soll die Zusatzdosis zu verimpfen, wo es doch bei den beiden anderen möglich ist.
    Pharmazeutischen Zeitung vom 8.1.2021:
    „Am Mittwoch hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) eine Änderung der Zulassung für den Biontech/Pfizer-Covid-19-Impfstoff genehmigt, die es nun formal erlaubt, sechs statt wie bislang fünf Dosen nach Verdünnung aus einer Ampulle zu entnehmen....Die EMA hat die Produktinformationen bereits entsprechend aktualisiert.“
    Das selbe gilt übrigens für den Moderna Impfstoff.

  • 1
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    Hausmacher
    21.04.2021

    @himpel Ja, da haben Sie in Teilen Recht. Zwar ziehe ich selber keine Spritzen auf, aber das ein oder andere Mal hat man das schon gesehen und es ist natürlich klar, dass die Luft vor Injektion aus der Spritze gedrückt wird. Das Problem ist nicht - wie ich falsch schrieb -, dass Luft injeziert wird, sondern, dass durch Blasenbildung und etwaiges Aufziehen von Luft der ohnehin instabile Impfstoff zusätzlichen Belastungen ausgesetzt würde. Siehe dazu Erklärung von Professor Dr. Regina Scherließ, Professorin für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel aus dem Dezember 2020.
    Die hat sicherlich mehr Ahnung als ich in der Sache.

  • 4
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    lupus
    21.04.2021

    HOLGERs schrieb:10 Prozent weniger Profit für den Hersteller. Im Kapitalismus ist das ein recht plausibler Grund.

    Nur wenn sie wüssten dass die Hersteller nach der Anzahl der erfolgten Impfungen bezahlt werden hätte das Sinn.
    Ich glaube aber dass pro Flasche bezahlt wird und da wäre das natürlich Unsinn.
    Vom Umsatz war doch keine Rede.

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    leser0909
    21.04.2021

    @Ohm

    Die KV finanziert sich durch Beiträge der Ärzte und nicht durch Beiträge zur Krankenversicherung durch die Versicherten!
    Also nicht immer „ WIR ,die Patienten finanzieren ...“
    Klingt ja fast so wie zu DDR Zeiten „Wir die Arbeiterklasse finanzieren euer Studium!“

  • 18
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    himpel
    21.04.2021

    @Hausmacher
    Sie haben mit Sicherheit noch nie eine Spritze aufgezogen, sonst wüssten Sie, dass man, egal was man mit einer Spritze aufzieht, erst die Luft aus der Spritze drückt bevor man die Injektion setzt! Was sie da schreiben ist völliger Bullsh...!

  • 37
    5
    achso
    21.04.2021

    Respekt der Ärztin . Echtes Engagement ist nicht gewünscht. In der KV gehören einige entlassen! Ich ziehe den Hut vor den Impfwilligen, die sich mit Billigprodukten impfen lassen. So werden wenigstens genug vor schweren Verläufen geschü Man weiß weder, ob man weiter Überträgen bleibt

  • 40
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    Kastenfrosch
    21.04.2021

    "Zu Beachten sind die Herstelleranweisungen, das ist doch in unseren Interesse. Es hat doch einen Grund wenn der Hersteller ein Limit setzt."

    Man darf dem beteiligten Personal schon zutrauen, dass sie die Spritzen korrekt aufziehen, u.a. mit der korrekten Menge an Impfserum. Da die Entnahme Geschick erfordert, liefern die Impfstoff-Hersteller die Ampullen mit Reserve aus, um sicherzustellen, dass die Menge an zugesicherten Dosen tatsächlich entnommen werden kann. (Weitere Details:
    https://www.impfen-info.de/mediathek/fragen-antworten.html)

    Aber der Punkt ist doch ein anderer: wir befinden uns in einer Pandemie, Impfstoff ist ein knappes Gut; Menschen erkranken oder sterben, was mit Impfungen verhindert werden könnte. Beim Impfstoff von Biontech darf nach einer Änderung der Richtlinien, wo möglich, eine 7. Dosis entnommen werden. Änderungen für andere Impfstoffe sind notwendig, um möglichst viele Impfdosen entnehmen zu können. Ggf. müssen hierfür die Verträge angepasst werden.

  • 23
    26
    Hausmacher
    21.04.2021

    Schade, dass das nicht zuende recherchiert wurde. Bei jedem Medikament gibt es verpflichtende Vorgehensweisen wie es zu verabreichen ist. Nicht nur das Medikament, sondern auch die Verabreichung wird getestet und zertifiziert.
    Nach meiner Kenntnis besteht die Gefahr, dass bei Verwendung bis auf den letzten Rest, Luft in der Spritze landet. Das kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.
    Mit entsprechender Vorsicht und speziellen dafür geeigneten Spritzen wäre das aber, wie man in der Presse lesen konnte, möglich.
    Sich über die Regeln hinwegzusetzen ist nicht unproblematisch. Geht dabei etwas schief, dann ist die Ärztin in der Haftung und der Geimpfte trägt den gesundheitlichen Schaden.
    Umgekehrt ist der Stoff knapp. Mann hätte also schon vor Monaten nachzertifizieren müssen und die speziellen Spritzen liefern, sowie die impfenden Ärzte schulen können um das rare Gut möglichst effizient einzusetzen.
    Warum das nicht passiert ist, gilt es anzukreiden!

  • 62
    5
    Lumixer
    21.04.2021

    Die Pharmalobby ist offenbar zu groß. Dass technische Restmengen in einem Behältnis verbleiben, hier eben eine medizinische Ampulle, ist normal. Wenn es aber für eine Dosis reicht, ist nicht einzusehen, warum dieser Rest entsorgt werden soll. Einziger Grund sind sicher die abgeschlossenen Verträge über die Anzahl der Dosen und deren Vergütung. Hochgerechnet würden die Hersteller der Vakzine auf diese Weise Umsatz verlieren. Dann lieber ein Verbot aussprechen und das politisch durch Lobbyarbeit untermauern. Eine Begründung lässt sich immer finden. Mit Not und Knappheit lässt sich stets das meiste Geld verdienen.

    Meinen Respekt vor dieser Ärztin und ihrem Einsatz.

  • 15
    71
    Romanus
    21.04.2021

    Die Kommentare können sein wie sie wollen. Zu Beachten sind die Herstelleranweisungen, das ist doch in unseren Interesse. Es hat doch einen Grund wenn der Hersteller ein Limit setzt.

  • 97
    5
    edei
    21.04.2021

    Hochachtung vor der Ärztin !
    Aber alles andere kann man normal nicht begreifen ...

  • 114
    4
    meynhard
    21.04.2021

    Ein Stück aus dem Tollhaus Deutschland. Da wird einer Ärztin die Kompetenz zum gewissenhaften Einsatz des Impmittels abgesprochen. Mit Rückendeckung der KV !

    Man weiß nicht recht was man der Ärztin raten soll.
    Empörung wegen der dreisten Unterstellung nicht kompetent zu impfen oder doch eher das Gegenteil. Im Grunde könnte Sie froh sein aus dieser Tretmühle heraus genommen worden zu sein.

    Was den Grund betrifft hat HolgerS nach meiner Meinung ins Schwarze getroffen.
    Schon krass wie deutlich hier gezeigt wird das die Gesundheit der Bevölkerung eine eher untergeordnete Rolle spielt.

  • 142
    7
    Ohm
    21.04.2021

    Meine Hochachtung für diese Ärztin.
    Warum den Rest entsorgen, der hilft auch noch einem
    Patienten.

    Die Kassenärztliche Vereinigung sollte mal darüber nachdenken
    wer sie bezahlt. Nämlich wir mit unseren Kassenbeiträgen. Nicht die
    Hersteller.

  • 143
    7
    Inke
    21.04.2021

    Solch ein Schwachsinn ist kaum noch zu toppen. Die Gesundheitsminister sind doch in der Pflicht diesem Spuk schnellstens ein Ende zu bereiten. Passt aber gut in das Bild einer Wegwerfgesellschaft bzw. -wirtschaft.

  • 156
    7
    HORNCL
    21.04.2021

    Endlich Mal jemand, der den Mut hat den Mund aufzumachen. Leider wird die Kollegin hierfür von unserer KV bestraft. Schade und in solchen Zeiten wie jetzt nicht nachvollziehbar.

  • 198
    6
    Vielflieger
    21.04.2021

    Chapeau vor dieser Ärztin!

    Kopfschütteln zur Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung.

  • 179
    11
    HolgerS
    21.04.2021

    "Was übrigens der Grund dafür ist, dass keine elfte Spritze aus den Ampullen aufgezogen werden darf, bleibt unklar."

    10 Prozent weniger Profit für den Hersteller. Im Kapitalismus ist das ein recht plausibler Grund.