Welterbe-Teich wird saniert

Die Landestalsperren- verwaltung lässt die Stauanlage im Olbernhauer Ortsteil Dittmannsdorf für 50.000 Euro erneuern. Dafür ist ein besonderes Gerät nötig.

Dittmannsdorf/Olbernhau.

Mit einem Betriebsstauraum von 420.000 Kubikmetern hat der 1826 bis 1828 errichtete Dittmannsdorfer Teich bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts das Freiberger Bergrevier mit Betriebswasser versorgt. Als höchstgelegener Teich in der Revierwasserlaufanstalt Freiberg gehört die Stauanlage, die heute als wasserwirtschaftliche Reserve und dem Hochwasserschutz dient, seit dem Sommer zum Unesco-Welterbe der Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoři. "Allerdings fließt auch heute noch Brauchwasser in den Freiberger Raum und wird von dort ansässigen Industrieunternehmen abgenommen", erklärt Staumeister Felix Zubrytzki von der Landestalsperrenverwaltung.

Diese lässt den Teich, der im Vorfeld abgefischt und entleert wurde, derzeit sanieren. "Für die Beseitigung von Sedimenten, die sich am Boden abgelagert haben und die Funktion des Betriebsablasses am Staudamm blockieren, haben wir am Dienstag testweise einen Saugbagger eingesetzt", sagt Zubrytzki, der bei der Beräumung eines Kunstgrabens in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit der Technik gemacht hat. "Hier allerdings werden wir andere Verfahren zum Einsatz bringen müssen", schätzt der Staumeister nach dem Versuch ein.

Die Leistung des zur Verfügung stehenden Modells reicht in Kombination aus der zu überwindenden Höhe, der Zusammensetzung und der Konsistenz der Ablagerungen für die Beräumung nicht aus. Zum Freiräumen des Grabens, der zum Betriebsablass führt und etwa zwei Meter hoch mit Ablagerungen zugesetzt ist, könnte unter Umständen auch ein Bagger zum Einsatz kommen. Die Sedimente müssen entfernt werden, um die Gitter am Einlaufrechen in Augenschein nehmen zu können. "Wir werden diese reinigen oder erneuern. Zudem erfolgt eine Wartung der sogenannten Striegelstangen, mit denen die Verschlüsse bedient werden", sagt Felix Zubrytzki.

Für die Sanierung sind Kosten in Höhe von 50.000 Euro veranschlagt. Bei entsprechender Wetterlage sollen die Arbeiten bis Jahresende abgeschlossen sein.

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