Welterbeverein stellt Weichen für die Zukunft

Der regionale Träger der Welterbestätten wird umstrukturiert und mit neuem Personal besetzt, um künftig selbstständiger die Arbeit fortsetzen zu können. Vorgestellt wurde auch ein Song - mit Potenzial für mehr.

Marienberg.

20 Jahre hat es bis zum Welterbetitel für die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí gedauert. Doch mit der Auszeichnung 2019 ist die Arbeit nicht getan. Im Gegenteil. Zur Dankesfeier in Marienberg machte Landrat und Welterbevereinschef Frank Vogel unmissverständlich klar, dass sich die Region auf den Titel nicht ausruhen kann. Die ersten Weichen für die Zukunft sind bereits gestellt.

Dazu wird aktuell auch der Welterbeverein umstrukturiert. Er erhält eine eigene hauptamtliche Geschäftsleitung, um selbstständiger die vielfältigen Prozesse koordinieren zu können. Der am 21. Mai 2015 gegründete Trägerverein setzt sich aus den 32 beteiligten Kommunen sowie den drei Landkreisen Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zusammen. Seit der Eintragung in die Unesco-Welterbeliste tritt der Verein nach außen als regionaler Träger der Welterbestätte auf.

Zuletzt führte die Wirtschaftsförderung Erzgebirge (WFE) die Geschäfte des Welterbevereins. Nun erhält er eigene Strukturen, erläuterte Vogel. Ab 1. März fungiert der 51-jährige Michael Riedel aus Crottendorf als Geschäftsführer. Im zur Seite steht Katja Steigerwald. Die 42-Jährige aus Thermalbad Wiesenbad hat bereits am 1. Februar ihre Stelle als neue Projektmanagerin Monitoring angetreten und soll künftig unter anderem die Zusammenarbeit mit den Behörden koordinieren. Weiteres hauptamtliches Mitglied ab 1. April: Kristin Hängekorb, die für die Bereiche Vermittlung und Veranstaltungen tätig sein wird. Verstärkt wird das Team zudem mit zwei Mitarbeitern der WFE - Thilo Findeisen und Kathrin Strömer. Letztere kümmert sich um die Finanzierung. "Damit ist der Verein gut aufgestellt", sagte Vogel.

Ganz oben auf der Agenda stehe nun die Standortauswahl für die künftigen Besucherzentren und Informationsstellen. Bis Sommer soll geklärt werden, wo sie entstehen sollen. Auch Marketing gehört zu den Schwerpunkten. Dabei könnte das Erzgebirge sogar mit einem eigenen Welterbesong in die Werbung gehen. Das Amadeus-Pop-Orchester der Kreismusikschule präsentierte zur Dankesfeier ein von Leiterin Silke Schreiter komponiertes Lied. "Gänsehaut. Alle waren begeistert", sagte Sabine Schulze-Schwarz von der WFE. Inwieweit der Song für Marketingzwecke genutzt wird, müsse in weiteren Gesprächen allerdings noch geklärt werden.


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