Wer hat den schönsten Weihnachtsbaum?

Das Erzgebirge ist wieder im Weihnachtsfieber. In den kommenden Wochen werden Touristen und Einheimische die Märkte stürmen, Glühwein trinken - und dabei die Fichten und Tannen bewundern. "Freie Presse" hat die Bäume der ehemaligen Kreisstädte etwas genauer unter die Lupe genommen.

Marienberg.

Ginge es nur um die Größe, hätte der Annaberger Weihnachtsbaum die Nase vorn. 23 Meter können die Tannen und Fichten aus Aue, Schwarzenberg, Stollberg, Marienberg und Zschopau nicht toppen, auch wenn Marienberg mit 21 Metern nur knapp dahinter liegt. Doch bei der Bewertung der Weihnachtsbäume geht es nicht nur um die Größe, sondern auch um Schönheit. Zugegeben: Diese liegt immer im Auge des Betrachters und die Natur bleibt nun mal Natur und richtet sich nicht nach idealisierten Vorbildern. Doch ein kleiner Vergleich sei gestattet.

Zunächst die Fakten: In vier der sechs Zentren der ehemaligen Altkreise stehen Fichten. Nur in Schwarzenberg und Stollberg hat man sich für Tannen entschieden. Pluspunkt für alle -sämtliche Bäume stammen aus der Region. In einigen Städten standen sie quasi gleich um die Ecke, wie in Zschopau, Stollberg und Aue. In diesen und anderen Fällen wurden sie von Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Andere Weihnachtsbäume hatten einen längeren Anfahrtsweg. Die Marienberger Fichte stand bis zu ihrer Fällung ganz klassisch im Wald. "Zwischen Rübenau und Kühnhaide", sagt Stadtsprecherin Gisela Clausnitzer. Den Annaberger stellte die Landestalsperrenverwaltung kostenfrei zur Verfügung, er stand im Preßnitztal. In der Regel bekommen die Städte und Kommunen die Bäume übrigens geschenkt.


Doch was ist bei der Wahl des Weihnachtsbaumes eigentlich entscheidend? "Wir haben eine Liste, auf der alle Bäume vermerkt sind, die in den kommenden Jahren infrage kommen", sagt Gerd Rosam aus der Schwarzenberger Stadtverwaltung. Welcher auf die Liste kommt, entscheidet zum Beispiel der Standort. So sollten die Tannen oder Fichten möglichst allein stehen und gut zugänglich sein, damit der Kran arbeiten kann. Die Größe sei nicht so entscheidend. "So hohe Bäume gehen bei uns gar nicht aus Gründen der Standsicherheit." Für die Stollberger sind Größe und Form entscheidend. "Wir nehmen nicht jeden Baum, der uns angeboten wird", sagt Hauptamtsleiterin Kersti Kägebein. Und manchmal sind die ausgesuchten Weihnachtsbäume sogar zu groß. Der Annaberger musste aus statischen und transporttechnischen Gründen beispielsweise um etwa neun Meter gekürzt werden. Auch das Auer Exemplar musste einige Federn lassen. Ursprünglich war dieser 22 Meter, nach Kürzung und der Versenkung in den Boden kommt er nur noch auf 15 Meter.

So, und nun Butter bei die Fische: Welcher Weihnachtsbaum ist denn der schönste? In der Redaktion gab es mehrere Favoriten. Die Schwarzenberger Küstentanne konnte mit gleichmäßigem und vollem Wuchs überzeugen. Auch die Nordmanntanne in Stollberg und die Auer Fichte gehören zu den Favoriten. Aber am Ende zählt das Äußere vielleicht gar nicht so viel. Denn wenn es dunkel wird, erstrahlen alle. 150 LED-Lämpchen in Zschopau, 120 Glühbirnen in Marienberg, 900 Lämpchen in Annaberg, 350 in Schwarzenberg ... Bei so viel geballter Leuchtkraft kann mit Sicherheit kein Betrachter mehr wegschauen.

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