Winterdienst stößt an Grenzen

Ein Bewohner bemängelt die Schneeberäumung in Gebirge. Dienstleister und Oberbürgermeister bestätigen die Probleme. Doch die haben Ursachen.

Marienberg/Gebirge.

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee: Dieser Winter stellt Bauhöfe und Dienstleister bei der Beräumung der Straßen vor Herausforderungen. Nicht selten hagelt es Kritik für den Winterdienst. Nun bemängelte ein Bewohner den Einsatz im Marienberger Ortsteil Gebirge. Das von der Stadt beauftragte Unternehmen wirbt wiederum für Verständnis.

Der Bürger sprach am Montagabend zur Sitzung des Stadtrates von Problemen bei der Schneeberäumung in seinem Heimatort. In der Siedlung "Am Zeuggraben" sei die Lage am Sonntag, als es zuletzt stundenlang geschneit hatte, besonders angespannt gewesen.

Die Kritik sei berechtigt. "Dort läuft es unbefriedigend", sagte Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos). Es habe deshalb schon Gespräche mit dem für den Bereich beauftragten Dienstleister gegeben.

Die Firma ACZ Marienberg beräumt das Gebiet um Gebirge und Gelobtland seit vorigem Winter im Auftrag der Stadtverwaltung. Thomas Müller von der Geschäftsleitung bestätigte die Probleme von Sonntag und Montag. Allerdings stimme es nicht, dass der Winterdienst gar nicht gefahren ist. "Die Beräumung wurde sogar mit einem zusätzlichen Multicar unterstützt", sagte Müller. Zu allem Überfluss hatte am Montag ein Räumfahrzeug auf der anspruchsvollen, 20 Kilometer langen Runde um Gebirge einen Unfall. Bei derart großen täglichen Schneemengen, die sonst in einer Woche fallen, stoße der Winterdienst einfach an Grenzen. Noch mehr Personal und Technik seien finanziell nicht vertretbar. Bei ACZ Marienberg sind aktuell 18 Fahrzeuge und 23 Angestellte im Winterdienst unterwegs.

Auch nach den erneut heftigen Schneefällen am Sonntag befinden sich seine Leute weiterhin im Dauereinsatz, betonte Müller. Schneemassen werden abtransportiert, verwehte Straßen beräumt und von Schneebergen eingeengte Verkehrswege mit Fräsen verbreitert - wie am Donnerstag auf dem Brettmühlenweg bei Gelobtland. Meteorologen sagen für den Winterdienst kein beruhigendes Wetter voraus. Schon Anfang nächster Woche soll es erneut schneien.

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