Zehntausende feiern zehn Tage

Das 13. Pobershauer Bergfest ist vorbei. Marienbergs Kämmerin Heike Dachselt zieht ein positives Resümee. Die Stadt rechnet mit voraussichtlich fast 200.000 Euro Kosten.

Pobershau.

Es ist Geschichte - das 13. Bergfest in Pobershau. Nachdem am 23. September zur letzten Schicht in den Mannschaftsraum des Schaubergwerkes "Zum Tiefen Molchner Stolln" eingefahren wurde, ging eine ereignisreiche Festwoche zu Ende. Bewohner und Besucher müssen sich nun wieder fünf Jahre gedulden, bis sich der Marienberger Ortsteil das nächste Mal in ein Lichterdorf verwandelt. Bis dahin bleiben unvergessliche Momente der zurückliegenden Auflage.

Die Einzigartigkeit des Bergfests ist besonders abends mit der Illumination der Häuser und den liebevoll geschmückten Gärten zur Geltung gekommen, sagt Marienbergs Kämmerin Heike Dachselt, bei der die Organisationsfäden zusammenliefen. Doch auch die Tage hatten viel Abwechslung zu bieten. "Höhepunkt war für alle aber sicherlich der große Festumzug", betont die Beigeordnete. Etwa 1000 Trachtenträger und Bergmusiker sowie weitere 500 Mitwirkende, die auf die Siedlungsgeschichte von Pobershau und Pobershau heute eingingen, waren die Zuschauermagneten während der zehntägigen Feierlichkeiten. "Die Parade besuchten etwa 11.000 Gäste", resümiert Heike Dachselt. Wie viele Besucher es insgesamt waren, lasse sich aber nur schwer einschätzen, da viele Veranstaltungen ohne Eintritt und Festplakette besucht werden konnten. Für ausgewählte Höhepunkte im Festzelt wie der Auftritt von Glasperlenspiel wurde zusätzlich Eintritt verlangt.

Doch wer glaubt, die Stadt rechnet mit einer schwarzen Null, der irrt. Und zwar gewaltig. "Das Bergfest bleibt ein Zuschussgeschäft", betont Heike Dachselt. Eine endgültige Abrechnung liegt zwar noch nicht vor. Doch die Stadt rechnet mit fast 200.000 Euro Kosten. "50.000 Euro sind als Eigenmittel im städtischen Haushalt eingestellt. Wir gehen davon aus, dass wir damit hinkommen", sagt die Kämmerin.

Ob musikalische Abwechslung im Festzelt, Sagenhafte Kriminächte, Diavortrag, die Premiere der Lichtl-Lieder-Tour, zu der am Abend auf den Straßen fast kein Durchkommen mehr war, Sonderausstellungen, Kinderfest oder sächsisch-böhmisches Handwerk - die Vielfalt der Programmpunkte ließ keine Wünsche offen. Entsprechend hoch ist die Messlatte für 2024, wenn die Pobershauer das nächste Mal die Berggeist-Figur - den Beschützer der Bergleute - an der Böttcherfabrik aufstellen. Wie zu jedem Bergfest - dann bereits zum 14. Mal.

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