Achtklässler nehmen Elektroauto unter die Lupe

Das "Freie Presse"-Projekt "Zeitung im Unterricht" tourt durch Schulen der Region. In Schwarzenberg konnten Gymnasiasten am Montag eine besondere Projektstunde erleben.

Schwarzenberg.

Auf dem Hof am Haus 2 des Bertolt-Brecht-Gymnasiums steht am Montag ein schickes Elektroauto - zunächst einsam. Ehe Achtklässler des gesellschaftswissenschaftlichen Profils den Wagen unter die Lupe nehmen, macht Julia Schübbe vom Energieversorger EnviaM die Schüler erst mal in Sachen E-Mobilität fit. Das Ganze geht im Rahmen des "Freie Presse"-Projektes "ZimU - Zeitung im Unterricht" über die Bühne. Das Unternehmen EnviaM ist Hauptprojektpartner.

Die Jugendlichen erfahren, dass sich in den vergangenen Jahren in Sachen E-Mobilität viel getan hat. Als es um Vor- und Nachteile geht, kommt einiges auf den Tisch. Was die Achtklässler sagen, verdeutlicht, dass die Vorbehalte groß sind. Geringe Reichweite, lange Ladedauer, hohe Anschaffungskosten schrecken ab. Julia Schübbe argumentiert, um damit etwas aufzuräumen. Aber sie gibt auch zu: "Wenn ich nicht gerade einen Tesla unterm Hintern habe, komme ich mit einem E-Auto jetzt noch nicht von hier bis an die Ostsee." Vielmehr sei es wichtig, Überlandfahrten gut zu planen. Doch die finanziellen Vorteile seien groß. "Mit einem E-Auto liegen wir bei vier Euro je 100 Kilometer, bei einem Diesel oder Benziner zwischen acht und zehn Euro", so Schübbe.

Vom Auto selbst sind die Brecht-Gymnasiasten begeistert. Gern setzt sich Paul Steiner aus Schwarzenberg hinters Lenkrad des BMW. Lennart Wendler platziert sich auf dem Beifahrersitz. Die Jungs schauen sich die Innenausstattung genau an. "Es ist trotzdem kein Thema für mich", sagt Paul. "Zu wenig Leistung und viel zu teuer." Nicht so resolut formuliert es Lennart: "Jein, sag' ich mal. Es ist gut, dass die Leistung direkt ankommt und man sofort durchstarten kann." Doch der Achtklässler vermisst den Motorensound: "Der ist doch eigentlich gut."

Mit Spannung warten die beiden Jungs und weitere Gymnasiasten nun auf den eigentlichen Start des ZimU-Projekts. Lehrerin Barbara Tennert hat sich dabei für eine Mischvariante entschieden: "Vier Wochen nutzen wir das Tablet, vier Wochen die gedruckte Zeitung." Die Tablets dafür stellt der Telekommunikationsdienstleister Komsa aus Hartmannsdorf zur Verfügung.


Spannende Medienwelt

ZimU - Zeitung im Unterricht, so heißt das medienpädagogische Projekt, das "Freie Presse" mit Partnern umsetzt. Schulen können sich dafür bewerben. Näheres dazu gibt es im Internet. www.freiepresse.de/zimu

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