Ärger um Kosten trübt Freude über saniertes Haus

Oschatz-Villa steht vor Übergabe - Nachträge lösen Diskussion aus

Schönheide.

Die Oschatz-Villa in Schönheide wird nach umfangreicher Sanierung am kommenden Samstag ihrer neuen Bestimmung übergeben. Für Amtsverweser Eberhard Mädler "eine besondere Freude". So steht es in der von ihm verschickten Einladung. Getrübt werden dürfte diese Freude indes durch die Kritik, die am Dienstag im Gemeinderat laut wurde. Grund dafür war eine Baukostenaufstellung, die Planer Heiko Reichel präsentierte.

Diese listete neben den 1,17 Millionen Euro für die Sanierung der Villa, 389.000 Euro für die Stützmauer am Terrassengässchen, 469.000 Euro für die Stützmauer zur Hauptstraße, 369.000 Euro für die Außenanlagen und 151.000 Euro für die noch zu sanierende Terrasse auf. Unterm Strich sind das rund 2,6 Millionen Euro. Olaf Schulz (CDU) bezog sich auf diese Summe und erinnerte daran, dass in ursprünglichen Planungen von 750.000 Euro fürs Sanieren der Villa ausgegangen worden war. "Scheibchenweise werden uns immer neue Kosten untergeschoben", sagte er. Amtsverweser Mädler betonte, der Vergleich hinke. 2,6 Millionen Euro seien die gesamten Kosten für verschiedene Maßnahmen. Und die Stützmauer unterhalb des Terrassengässchens hätte auch ohne Villa hergerichtet werden müssen.

Mädler bleibt dabei: "Die Villa ist kein Millionengrab." Seit der Planung seien Jahre vergangen, die Baupreise inzwischen stark gestiegen. Man habe trotzdem versucht, die Kosten zu drücken und zudem auf die Sanierung des Pavillons und den Neubau eines Springbrunnens verzichtet. Matthias Löschner (CDU) sprang Mädler zur Seite, sprach sich gegen die Meinung aus, die Kommune verschwende Geld. Löschner findet, die Gemeinde habe transparent über die Kosten informiert.

Ursprung der Diskussion im Rat war eine Beschlussvorlage zu Nachträgen im Zusammenhang mit der Stützmauer zur Hauptstraße. Insgesamt ging es dabei um rund 389.000 Euro. Allein gut 10.000 Euro waren für den Abriss eines Schuppens nötig. "Mir reicht's", sagte Peter Unger (UWG). "Hat man bei den Planungen nicht sehen können, dass da ein Schuppen steht?" Der Beschluss zu den Nachträgen wurde indes mit zehn Ja-Stimmen bei vier Nein und einer Enthaltung angenommen.

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