Alter Baum löst Brand in der Tanzschule aus

Es hat gebrannt in den Räumen der "Flame Dancers" Schwarzenberg. Obwohl sich der Schaden in Grenzen hält, ist derzeit noch nicht an reguläres Training zu denken.

Schwarzenberg.

Der Schreck sitzt noch tief bei Sarah Ann Schwengfelder und ihrer Familie. Den Brand in ihrer Tanzschule, in der sie zugleich mit Ehemann Christian und Tochter Enna wohnt, hat Sturmtief Eberhard verursacht. Denn eine Sturmböe löste am Samstagabend aus, was die jungen Leute lange befürchtet hatten: Eine der großen, alten und bereits geschädigten Buchen vom benachbarten Ottenstein wurde gespalten. Ein großer Ast knallte auf die Oberleitung. "Das gerissene Freileitungskabel führte in der hauseigenen Elektroinstallation zu einer Überspannung, wodurch es zum Elektro-Brand in der Installation kam", erläutern die Stadtwerke.

"Wir saßen im Wohnzimmer und plötzlich flackerte das Licht. Immer wieder an und aus. Draußen aber brannte überall das Licht. Wir gingen der Sache nach und hörten ein eigenwilliges Klickern aus den Räumen der Tanzschule", erzählt Sarah Ann Schwengfelder. Sie rief ihren Bruder an, der unweit entfernt im Haus der Eltern war. Auch dort war alles in Ordnung, Strom da. Er kam und wollte helfen, der Sache auf den Grund zu gehen. Ehemann Christian hatte inzwischen die Tür zum Geräteraum geöffnet und sah, wie eine Stichflamme vom Elt-Kasten zur Decke schnellte. Er nahm den Feuerlöscher von der Wand, hielt drauf, schloss die Tür wieder und rief: "Ruf die Feuerwehr, hol' die Kleine und nichts wie raus hier!"

"Die Feuerwehr war auch super schnell da und hat uns geholfen", sagt die Tanzpädagogin, die sich mit ihrer dreijährigen Tochter ins Auto ihres Bruders gerettet hatte. Schließlich stürmte und regnete es heftig.

Der Sachschaden hält sich in Grenzen. Allerdings ist an Training in den Räumen noch nicht zu denken. Überall ist feinster Pulverstaub vom Löschen. "Das muss alles gereinigt werden", sagt Schwengfelder. Doch Eltern hätten bereits Hilfe angeboten. Indes dulden die Vorbereitungen für den Auftritt zur Schultheaterwoche in Chemnitz keinen Aufschub. Schließlich sind sie für den 25. März angemeldet. Auch hier vermittelten Eltern einen Ausweich für die Proben: die Aula vom Technikzentrum Beierfeld.

Groß ist die Angst, dass der nächste Sturm die Oberleitung wieder beschädigt. Denn viele der alten Buchen haben bereits geknickte Äste. "Ich kann gar nicht hinsehen", sagt die junge Frau.

Der Baumbestand auf dem Ottenstein gehört zum Stadtwald. Bauhofchef Andreas Friedel sei selbst vor Ort gewesen, sagt Sybille Vogel vom Bauamt der Stadt. Der dortige Baumbestand werde durch die zuständigen Mitarbeiter begutachtet.

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