Altes Kalkwerk schlummert vor sich hin

In Langenberg soll ein Sachzeuge der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region erhalten werden. Dazu sind Ideen gefragt.

Langenberg.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1947 in Privatbesitz, danach bis 1962 volkseigen: das Kalkwerk in Langenberg, Ortsteil von Raschau-Markersbach. Seit vielen Jahren fristen die Reste des Sachzeugen der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region ein kümmerliches Dasein. Ihn zumindest zu erhalten, dazu gibt es jetzt einen Anlauf.

Immer wieder kommen Heimatfreunde, auch Auswärtige, in den Ort, die vom einstigen Kalkwerk gehört oder gelesen haben und sehen wollen, was davon noch steht. "Im Frühjahr war zum Beispiel eine Wandergruppe aus Geyer hier, die mehr zu den Kalköfen wissen wollte", sagt Jochen Teumer von der Interessengemeinschaft Ortschronik Raschau. "Leider ist einiges schon nahezu im Geäst von Bäumen verschwunden." Im Ergebnis mehrerer Gespräche gab es Ende August einen Vororttermin, um Interesse für eine Werterhaltung zu wecken. An diesem ersten Gespräch nahmen neben dem Bürgermeister Frank Tröger Vertreter des Ortsvereins Langenberg, des Bergbauvereins "Gottes Geschick Vereinigt Feld", des Seniorenclubs Schlossblick in Schwarzenberg und der IG Ortschronik teil.

Teumer: "Nun gilt es, Ideen zu sammeln und die Kräfte zu bündeln, damit diese historische Stätte erhalten werden kann." Um zum Beispiel an Fördermittel zu kommen, sei ein Konzept nötig. Am 16. Oktober gibt es ab 19 Uhr in den Räumen des Ortsvereins in Langenberg (Römerhaus) eine weitere Zusammenkunft. "Weitere Interessenten, auch wenn sie nicht einem dieser Vereine angehören, sind herzlich willkommen." Reiner Schreier vom Ortsverein: "Auch wir würden da gerne mitarbeiten. Aber den Hut setzen wir uns für dieses Objekt, das ja in Gemeindeeigentum ist, nicht auf. Vielleicht gelingt es ja, viele Leute und Vereine so zu begeistern, dass sie sich einbringen. "www.chronik-raschau.de

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