An Schwarzenberger Schule bröckeln Putz und Konsolen

Die Sanierung war schon geplant, aber mittelfristig. Doch nun gibt's kurzfristig Handlungsbedarf. Deshalb erhält nächste Woche ein Eingang der Stadtschule aus Sicherheitsgründen ein Schutzdach - und es wird einen Absperrzaun geben.

Schwarzenberg.

Gefahr im Verzug: Wegen einer abgebrochenen Zierkonsole an der Hauptfassade der Oberschule Stadtschule sah sich die Schwarzenberger Stadtverwaltung gezwungen, Sofortmaßnahmen zur Schadensbeseitigung einzuleiten. Erste Sicherungsarbeiten sind schon erfolgt. In der kommenden Woche errichtet eine einheimische Gerüstbaufirma über dem Haupteingang rechts ein Schutzdach. Außerdem wird vor der Hauptfassade des Gebäudes auf dem vorderen Schulhof ein Absperrzaun aufgestellt. Das ist mit der Schulleitung abgestimmt.

"Die Steinmetzwerkstatt Scheunert, eine erfahrene Firma auf diesem Gebiet, haben wir mit dem Begutachten der gesamten Fassade beauftragt, zudem mit den Sicherungsarbeiten", erklärte Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer. Möglicherweise absturzgefährdete Teile der Fassade wurden entfernt. Die Firma erstellte eine Schadensauflistung, die einen Gesamtüberblick über die notwendigen Sanierungen ermöglicht. Hiemer: "Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 575.000 Euro."

Da in Teilbereichen der Fassade bereits seit geraumer Zeit Schäden erkennbar waren, hatte die Stadt eine mittelfristige Sanierung geplant. "Die entsprechenden Mittel sind ja in unserem Fünf-Jahres-Finanzplanzeitraum enthalten", sagte die Stadtchefin. "Auf Grund der aktuellen Entwicklung sind diese Planungen nun aber zu beschleunigen. Es muss eine kurzfristige Sanierung der Fassade in Angriff genommen werden."

Bei allem Zeitdruck: Umfassendes, denkmalgerechtes Erneuern braucht die entsprechende Vorbereitungszeit - abgesehen vom eigentlichen Ausführen der Arbeiten. Daher hat sich die Stadt entschlossen, zwischenzeitlich erst einmal die erwähnten Schutz- und Absperrmaßnahmen einzuleiten, um eine größtmögliche Sicherheit für die Benutzer der Schule zu gewährleisten.

Das Gebäude wurde 1889 eingeweiht und beherbergte zunächst die 1. Bürgerschule. Wegen steigender Schülerzahlen wurden einige Jahre später die beiden Seitenflügel angebaut, die den hinteren Hof begrenzen. Die Polytechnische Oberschule aus DDR-Zeit wurde 1992 zur Mittelschule. In der Denkmalschutzliste steht der repräsentative, historisierende Putzbau mit reich gestaltetem Mittelrisalit als "baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung". Laut Schulchronik bekam das Haus im ersten Halbjahr 1995 bei laufendem Unterricht eine äußerliche "Generalkur".

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