Anbaden und freuen: Stadtwerke stecken eine Million in Filzteich

Bei 12 Grad im Wasser wurde am Samstag die Saison im Strandbad eröffnet. Eingeweiht wurde eine neue Rutsche - und bald gibt's mehr.

Schneeberg.

Etwas Überwindung kostet es schon, sich bei 15 Grad Luft- und 12 Grad Wasser-Temperatur in die Fluten des Filzteiches zu stürzen. Beim traditionellen Anbaden an Sachsens ältester Talsperre haben das am Samstag immerhin 150 Kinder und Erwachsene getan. Insgesamt waren über 2000 Menschen auf dem Gelände und haben die Badesaison eingeläutet. An diesem Tag wurde in Schneeberg aber nicht nur angebadet, sondern auch angerutscht. Die Stadtwerke Schneeberg, als Betreiber des Filzteich-Areals, haben, wie im Vorjahr versprochen, die neue Breitwasserrutsche eingeweiht. Das gute Stück besteht aus Edelstahl, misst 22 Meter in der Länge und 3,50 Meter in der Breite. Zudem wurde ein Rutschen-Auslaufbecken angelegt. Somit ist unabhängig vom Wasserstand im Teich immer ein Rutschen-Betrieb möglich.

Die neue Rutsche ist aber nur eine von vielen Neuerungen am Filzteich. So wurde auf dem Gelände auch die Stromversorgung komplett erneuert, und man hat an der Abwasserleitung gebaut. Stadtwerke-Geschäftsführer Gunar Friedrich spricht von rund einer Million Euro, die 2017 und 2018 in das beliebte Freizeit-Areal investiert werden.


Dieses Jahr sei es die Rutsche, im kommenden Jahr folge ein Edelstahl-Planschbecken in der Größenordnung von 150 Quadratmetern. Friedrich verspricht beheiztes Flachwasser sowie einige Spiel- und Spaß-Attraktionen für Eltern mit Kindern. "Das Wasser wird solarthermisch aufgeheizt, sodass man immer um die 28 Grad im Becken haben wird", erklärt Friedrich. Ziel sei, das Planschbecken zum Anbaden 2018 freigeben zu können.

Das Strandbad Filzteich ist für die Stadtwerke Schneeberg ein Zuschuss-Geschäft. Wie Gunar Friedrich erklärt, lege man je nach Zahl der Badegäste jährlich zwischen 50.000 und 150.000 Euro drauf. Dennoch wollen die Stadtwerke weitermachen, auch was Veranstaltungen am Filzteich betrifft. "Wir haben nicht vor, irgendetwas zu canceln", sagt Friedrich. Trotz der hohen Investitionen sollen die Eintrittspreise am Filzteich in dieser Saison konstant bleiben. Für die nahe Zukunft, in vier bis fünf Jahren, wolle man zudem eine Sprungturmanlage aus Edelstahl errichten lassen.

Was solche Investitionen rechtfertigt? Friedrich sagt: "Wir möchten den Menschen der Region etwas bieten." Noch dieses Jahr soll auch die Indoor-Welt im ehemaligen Sportpark am Filzteich auf einer Fläche von 3.200 Quadratmetern eröffnen. Das Ganze ist eine separate Investition, die Friedrich aber als Einheit mit dem Filzteich sieht.

Parallel zum Anbaden ist auf dem Gelände des Strandbades der 4. Schneeberger Modellbau-Erlebnis-Tag gelaufen. Dort waren 130 Modellbauer aller Sparten vertreten mit Autos, Schiffen und Flugzeugen. Die Initiatoren vom Modellflugverein MFC Schneeberg-Griesbach sind zufrieden mit der Resonanz. Die Teilnehmer schätzen die tolle Atmosphäre am Filzteich, sagt der Vorsitzende Andreas Beier.

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