Annaberg und Dresden: Rico Antons erster Tag

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Der neue Landrat des Erzgebirgskreises hat sein Amt angetreten

Erzgebirge.

Ein Beginn und ein Abschluss - und das an einem Tag. Rico Anton (CDU) hat am gestrigen Montag sein Amt als Landrat des Erzgebirgskreises angetreten. Um 8 Uhr sei er von seinem Beigeordneten Andreas Stark und den Mit- arbeitern im Landratsbüro empfangen worden. Dann lief es so wie vermutlich bei jedem Neubeginn: Der Computer musste eingerichtet werden.

"Bei der ersten Abteilungsleiterberatung haben wir ab 9 Uhr wichtige Themen besprochen, bei denen Handlungsbedarf besteht", sagt Rico Anton. Er zählt die Ukrainehilfe und den Doppelhaushalt auf, der im Dezember beraten werden könnte und unterstreicht: "Eine Herausforderung wird der Straßenbau sein. Mit dem neuen Budget, das dem Landkreis zur Verfügung steht, müssen wir uns nun mit den Kommunen abstimmen."

Am Mittag saß der Neuwürschnitzer dann im Auto - wieder in Richtung Dresden. 14 Uhr hatte er einen Termin beim Landtagspräsidenten, denn mit dem Wechsel ins Landratsamt des Erzgebirgskreises muss Rico Anton sein Landtagsmandat für die Christdemokraten niederlegen. Dafür musste ein vorbereitetes Schriftstück unterschrieben werden. "Natürlich ist das nach acht Jahren ein komisches Gefühl", beantwortet der Erzgebirger die Frage, wie es ihm dabei gehe. Er freue sich auf die neue Aufgabe, gebe aber die Arbeit im Landtag mit einem weinenden Auge ab. "Es ist mir auch bewusst: Ohne das eine wäre ich das andere jetzt nicht geworden", sagt Rico Anton. Für die Christdemokraten wird der 55-jährige Robert Clemen aus Leipzig in den Landtag nachrücken.

In Dresden blieb Rico Anton wenig Zeit, das Abgeordnetenbüro zu räumen: "Da stehen Unmengen an Ordnern. Das heißt, dafür werde ich sicher an einem Wochenende noch mal einen Tag brauchen."

Angesprochen auf die schlechte Funkverbindung auf der Fahrt, fügte der 44-Jährige lachend an, dass er sich wohl ein Buch zulegen werde, um die Stellen mit Funklöchern aufzulisten, um so bei folgenden Fahrten in die Landeshauptstadt arbeitsfähig zu sein - nicht mehr als Abgeordneter, sondern eben als Landrat des Erzgebirgskreises.

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