Bad-Sanierung geht ins Geld

Schrittweise oder in einem Zug: Wie soll das Kleinod in Bernsbach auf Vordermann gebracht werden? Das bewegt derzeit die Stadträte.

Lauter-Bernsbach.

Zwischen 1,5 und 1,6 Millionen Euro soll die Sanierung des Bernsbacher Freibads kosten. Sowohl bauliche und als auch technische Anlagen sind nach gut 25 Jahren Sommer- und Saunabetrieb nun überholungsbedürftig. Als Erstes erfolgt in diesem Jahr die Erneuerung der vier Durchschreitebecken - so eine Forderung des Landratsamts.

Das kostet zunächst 25.000 Euro. Weitere 100.000 Euro stellte der Stadtrat jetzt für die weitere Planung der Badsanierung bereit. Der Betrieb der Freizeiteinrichtung berge jedoch keinerlei Gefahren für die Gesundheit der Gäste oder dergleichen, stellte Bürgermeister Thomas Kunzmann (Freie Wähler) auf Nachfrage klar. "Es muss sich keiner Gedanken machen, Schaden zu nehmen." Doch um die mittelfristig angesetzte Sanierung komme man nicht mehr herum. Herbert Kragl (Die Linke) wollte wissen, wie es so weit kommen konnte. Und ob nicht schon früher etwas hätte getan werden müssen. Kunzmann verneinte das. "Wir haben schrittweise schon viel getan." So wurden der marode Turm abgebaut, die Sauna neu gefliest und die Heizung erneuert. "Auch das Tauchbecken haben wir entfernt." Nun aber komme, inklusive der Rohrleitungen und eventuell einem neuen Becken, ein ganzes Paket an Sanierungsmaßnahmen zusammen - und die müssen koordiniert sein.


Gerüchte zur Schließung des Bads kursieren bereits. Stadtrat Ulrich Braun (Freie Wähler/SPD) wollte wissen, ob man sich denn eindeutig zum Bad positioniere? "Wollen wir uns das auf Dauer leisten?", fragte er. Kunzmann entgegnete ihm spontan und knapp: "Ja." Dabei wirkte er leicht verwundert. "Das Bad zu schließen, wäre ein weiterer Qualitätsverlust für den ländlichen Raum." Zumal er davon ausgegangen sei, dass alle Räte hinter dem Bad stehen. "Aber wir können das gern noch einmal debattieren."

Zu besprechen gibt es noch eine Menge. Unter anderem den Weg der Sanierung. So könne diese schritt-weise bei laufendem Betrieb über mehrere Jahre hinweg oder in einem Ritt bei zeitweiser Schließung des Bads erfolgen. "Alles in einem Zug wird finanziell eher schwierig", so der Bürgermeister. Zumal es Sinn mache, zunächst die Möglichkeiten auf Fördermittel abzuklopfen. Neu-erdings seien Zuschüsse unter anderem über Leader zur Stärkung des ländlichen Raums wieder möglich. "Dann wäre es schon eher denkbar." Über die weitere Verfahrensweise wolle man nun in den Ausschüssen diskutieren. Derweil ist die aktuelle Saison nicht gefährdet, versicherte Kunzmann.

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