Baustelle B 101: Ortsdurchfahrt Grünstädtel einige Wochen dicht

Wer von Schwarzenberg in Richtung Annaberg will oder umgekehrt, der muss ab Montag weiträumige Umleitungen nutzen. Das langfristige Vorhaben zieht Kreise: Eine ganze Region ist davon betroffen.

Grünstädtel.

Kraftakt und Nervenprobe für alle Beteiligten und Betroffenen - so kann die am Montag, 16. September, beginnende Vollsperrung der Bundesstraße 101 in der Ortslage Grünstädtel überschrieben werden. Im Auftrag des Landesamts für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) erneuert die Firma EBG Ehrenfriedersdorf im Abschnitt zwischen der Aral-Tankstelle und dem Ortseingang Raschau die Fahrbahndecke auf einer Länge von 575 Metern.

Weil die Ortsdurchfahrt dicht ist, machen sich Umleitungen erforderlich. Die weiträumige Lösung führt laut Lasuv von Schwarzenberg über Grünhain-Beierfeld, Zwönitz und Scheibenberg wieder zur B 101, analog in der Gegenrichtung. Einheimische werden eher die kürzere Route über Langenberg und den Mühlberg in Raschau nutzen. Für den Busverkehr gibt es dank der Firma Schumacher Packaging eine Sonderlösung. "Wir ermöglichen Linienbussen, aber auch dem Rettungsdienst und der Feuerwehr, durch unser Betriebsgelände zu fahren. Dazu wird ein Transpondersystem genutzt, um den Missbrauch unseres Entgegenkommens zu verhindern", erklärt Christian Bleyl, Geschäftsführer des Schwarzenberger Standorts der Firmengruppe. "Allerdings klappt das erst ab 23. September, weil wir in der nächsten Woche eine Generalreparatur im Betrieb haben. 20 Fremdfirmen sind daran beteiligt, da ist unser Gelände komplett zugeparkt." Deshalb dürfen Busse nächste Woche mit Sondergenehmigung noch langsam durch die Baustelle rollen.

"Das Erneuern der Fahrbahn hatte das Lasuv ja schon lange geplant, aber es passierte erst einmal nichts. Dass es nun doch noch in diesem Jahr wird, hätten wir nicht gedacht", sagt Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer. Die Stadt nutzt nun die Gelegenheit, um im Baubereich stellenweise den Gehweg erneuern und auf der ganzen Strecke Leerrohre für den Breitbandausbau verlegen zu lassen. Die Stadtwerke verlegen zugleich neue Stromkabel, die Wasserwerke von der Pöhlaer Straße bis zur Straße Am Bahnhof neue Trinkwasserleitungen. Das Lasuv hatte angekündigt, dass die Bauarbeiten voraussichtlich bis 13. Dezember abgeschlossen werden. "Da kann schon Schnee liegen. Wir halten den geplanten Bauzeitraum auch wegen der umfangreichen Auswirkungen der Vollsperrung für zu lang, haben als Verkehrsbehörde nur eine Genehmigung bis Ende November erteilt", so die Oberbürgermeisterin.

Dem Durchgangsverkehr, Unternehmen mit Transportleistungen, Ver- und Entsorgern, Pflegediensten und weiteren Dienstleistern stehen harte Umleitungs-Wochen bevor. Was auf Anlieger und Anwohner des Baubereichs zukommt, wollten sie in einer Versammlung am Mittwoch im Feuerwehrdepot wissen. Baufirmen, Wasser- und Stadtwerke sowie Stadtverwaltung waren vertreten, das Lasuv nicht. "Ein Hauptproblem ist der Stellplatzbedarf für Privat- und Dienstfahrzeuge außerhalb der Baustelle", so Tobias Herzog aus dem Rathaus. "Dafür finden wir eine Lösung." In Absprache mit den Bauleuten werde die Erreichbarkeit von Grundstücken gesichert. Was die Abfallentsorgung betrifft, sollen die Anlieger die gekennzeichneten Tonnen einen Tag vor Abfuhr bereitstellen, damit sie an die Baustellengrenze gebracht werden können. "Bei Fragen und Problemen ist der direkte Kontakt immer am besten", sagt Herzog. "Dazu können die Anwohner auch die Bauberatungen an jedem Dienstag ab 10 Uhr nutzen."

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