Bergleute ehren in Schlema die Altvorderen

Bergbrüderschaft freut sich über 1000 Euro für ihren Lehrstollen

Aue-Bad Schlema.

Der Bergbau im Erzgebirge ist Weltkulturerbe! Als Ray Lätzsch, der Vorsitzende des Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, seine Rede für die Kranzniederlegung auf dem Bergmannstag am Samstag im Auer Ortsteil Bad Schlema schrieb, betonte er bewusst die Leistungen früherer Bergmannsgenerationen.

"Unser Landesverband fühlt sich den bergmännischen Traditionen verpflichtet. Sie sind ein sinnbildliches Band, welches von unseren Vorfahren bis in die heutige Zeit reicht", sagte Lätzsch, der auch Vorsitzender der Bergbrüderschaft "Schneeberger Bergparade" ist. Er sprach über die schwere Arbeit der Bergleute unter Tage, in Dunkelheit, Nässe und Enge, und ebenso von der schweren und gesundheitsschädlichen Arbeit in den Hütten und Aufbereitungsbetrieben. Bedingungslose Kameradschaft sei es gewesen, die Entbehrungen und schwere Arbeit erträglich machten, so Lätzsch. Für viele Berg- und Hüttenleute waren Krankheit und ein früher Tod die Folge ihrer Tätigkeit. Lätzsch nannte die Bergbaugeschichte im Erzgebirge einmalig. Dass die Unesco die Montanregion Erzgebirge/Krusnohorí zum Weltkulturerbe erklärt hat, sei eine Würdigung des gesamten sächsischen Bergmannsstandes.


Mit der Kranzniederlegung am Ehrenhain wird in jedem Jahr der verstorbenen Bergleute gedacht. Uwe Haas, Vorsitzender der Bergbrüderschaft Bad Schlema, konnte im Anschluss 1000 Euro von der Interhyp-Initiative für das Projekt "Lehrstollen am Silberbach" entgegennehmen. Mit dem Geld wolle man eine Überdachung am Mundlochbauen, die insgesamt zwischen 6000 und 7000 Euro kosten wird, sagte er.

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