Brasilianerin überbrückt Burgfräuleins Babypause

Aus der Tanzschule der Flame Dancers in Schwarzenberg dringen nun des Öfteren heiße Rhythmen. Der Grund dafür wiegt aktuell etwas mehr als 3200 Gramm.

Schwarzenberg.

Das ehemalige Burgfräulein von Schwarzenberg, Sarah Ann Schwengfelder, hat Ende September ihr zweites Kind zur Welt gebracht. Das süße Baby heißt Hilda Karlina und ist die zweite Tochter der Tanzpädagogin und ihres Manns Christian.

Allerdings hat der Winzling bereits vor seiner Geburt mächtig Staub aufgewirbelt, denn die Kleine konnte es anscheinend kaum erwarten, das Licht der Welt zu erblicken. Ihr Drang nach draußen sorgte zumindest dafür, dass ihre Mutter ihren Beruf als Tanzlehrerin bereits ab Sommer nicht mehr aktiv ausüben durfte. Die Ärzte hatten ihr strikte Ruhe verordnet.

Doch die gut 190 großen und kleinen Tanzwütigen aus Schwarzenberg und Umgebung wollten ja weiterhin ihrem Hobby nachgehen. Immerhin bietet die Tanzschule an der Karlsbader Straße mittlerweile 18 Gruppen und Tanzkurse für die unterschiedlichsten Altersgruppen an. Also musste Hilfe her. Jemand, der die Vielzahl der Kurse, die bis dato von Sarah Ann Schengfelder geleitet wurden, weiterführt.

"Dafür jemand zu finden, ist aber gar nicht so leicht", sagt die junge Chefin. Den entscheidenden Hinweis gab ihr ihre langjährige Mitstreiterin und ebenfalls Tanzlehrerin Ulrike Flemmig aus Chemnitz. Sie kannte Beatriz Caravetto de Jesos Argangelo, eine junge Tänzerin und Tanzlehrerin aus Brasilien. Die 26-Jährige kam 2016 über ein Engagement am Theater in Ulm nach Deutschland. "Im Juni hat sie zunächst eine Woche bei uns hospitiert, hat sich alles genau angesehen - und schließlich zugesagt", erzählt Sarah Ann Schwengfelder. Anfangs seien die Jüngsten zwar etwas distanziert und schüchtern gewesen, doch das gab sich schnell. "Im Tanz ist die Sprache sekundär", meint die Schwarzenbergerin, bescheinigt ihrer neuen Fachkraft jedoch, dass sie sehr gut mit den Eleven zurechtkommt. "Deutsch ist eine schwere Sprache", sagt Beatriz und versichert zugleich, weiter intensiv daran zu lernen. Mittlerweile sei auch ihr Mann in Deutschland, denn auch er ist Tänzer von Beruf und derzeit am Chemnitzer Theater engagiert.

Neben klassischem Ballett unterrichtet die junge Frau aus Brasilien in modernem Tanz. Dazu wählt sie gern heiße Rhythmen aus ihrer Heimat. Wen das reizt: Im Frauentanzkurs dienstags ist noch Platz.

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