Bröckelnde Stadtschulfassade: Sanierer legen im Frühjahr los

Rund 130 Jahre alt ist das Gebäude in Schwarzenberg. Dass daran außen etwas getan werden muss, ist offensichtlich. Bei der Auftragsvergabe gab es einige Überraschungen.

Schwarzenberg.

Die Schäden an der Fassade des rund 130 Jahre alten Gebäudes der Stadtschule Schwarzenberg sind offensichtlich. Aus Sicherheitsgründen gibt es Absperrungen, und der Zugang erhielt eine schützende Überdachung. Nun ist die denkmalgerechte Sanierung der Fassade in Sicht. Voraussichtlich im April 2020 geht es los. Das kündigte die Stadtverwaltung an. Die Schulleitung sei über den Stand der Bauvorbereitungen im Bilde.

Das Ausschreiben von fünf Teilleistungen im Zuge der Sanierung brachte für die Stadt erfreuliche Ergebnisse. Auf 60.000 Euro hatte das beauftragte Ingenieurbüro die Kosten für die Gerüstarbeiten veranschlagt. Als die Stadträte jüngst die Aufträge vergaben, ging der Zuschlag in Sachen Gerüst - sieben Angebote lagen vor - an die einheimische Firma Süß, die mit knapp 31.500 Euro brutto wirtschaftlichster Bieter war. "Die Preise im Bausektor schwanken teilweise stark", sagt Bauamtsleiterin Sybille Vogel. Das hänge von vielen Faktoren ab, zum Beispiel, wie die Betriebe kalkulieren. Für die jetzt vergebenen Aufträge sei das Ausschreiben im September/Oktober günstig gewesen, weil einige Unternehmen noch Lücken in ihren Auftragsbüchern für nächstes Jahr füllen wollten. Die Natur- und Betonwerksteinarbeiten an der Schule führt für etwa 75.600 Euro - geschätzt waren 147.200 Euro - ein Betrieb aus Bad Gottleuba aus. Bei den Klempnerarbeiten kommt ein Auer Betrieb für zirka 101.340 Euro zum Zuge, auf fast 152.300 Euro belief sich die Schätzung der Planer. Für knapp 181.000 Euro statt der veranschlagten 195.450 Euro führt eine Firma aus Niedercrinitz Putz- und Stuckarbeiten aus, ein Betrieb aus Grünhain-Beierfeld will die Malerarbeiten für rund 28.100 Euro erledigen, eingeplant waren 45.150 Euro.

Mit den Sanierungsarbeiten im nächsten Jahr nichts zu tun hat eine eventuelle Fällaktion vorm Schulhaus. Da stehen zwei große Scheinzypressen. "Offenbar trocknet der Baum rechts vor dem Gebäude aus. Wir haben einen Gutachter damit beauftragt, zu prüfen, ob noch etwas zu retten ist", erklärt Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU). Sollte der Experte eine Fällung empfehlen, werde das wohl - nicht nur wegen des Gesamteindrucks bei der Gebäudeansicht - auch den anderen Baum links vor der Schule treffen, weil er ebenfalls zum Sicherheitsrisiko im Hofbereich werden kann.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...