Commerzbank legt bei Kunden und Krediten zu

Das Kreditinstitut zieht eine positive Jahresbilanz. Trotz verstärkter Nutzung digitaler Angebote sollen Filialen erhalten bleiben.

Aue/Schwarzenberg.

Die Commerzbank-Filialen in Aue, Schwarzenberg und Kirchberg haben im vergangenen Jahr neue Kunden gewonnen und ihr Kreditgeschäft erweitert. Diese positive Bilanz zog der Leiter der Filialen, Andreas Plagge, bei der Vorstellung der Jahresbilanz am gestrigen Dienstag. "Unsere Wachstumsstrategie funktioniert. Ein Grund dafür ist unser kostenloses Girokonto", sagt der Erzgebirger.

Mit dem Zuwachs von 430 neuen Kunden stieg die Gesamtzahl auf 19.620. Dabei zählt die Auer Filiale die meisten Kunden (11.200). Zudem hätten niedrige Zinsen und ein solides Wirtschaftswachstum das Kreditgeschäft in den Filialen weiter angekurbelt. "Wir haben 2018 neue Ratenkredite in Höhe von sechs Millionen Euro ausgereicht. Das ist ein Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr." Auch in diesem Segment liegt die Auer Filiale mit 3,6 Millionen Euro vorn. Die niedrigen Zinsen wirkten sich auch bei der Immobilienfinanzierung aus. "Das Neugeschäft lag 2018 bei über 9,7 Millionen Euro. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von sieben Prozent." Insgesamt betreut die Commerzbank in den drei Filialen Aue, Schwarzenberg und Kirchberg Kredite in einer Höhe von 72,7 Millionen Euro. Ein Grund für den Zuwachs bei den Krediten sieht Plagge neben den guten Zinskonditionen auch in der schnellen Bearbeitung der Anträge. "Wenn die Bedingungen erfüllt sind, ist eine tagesaktuelle Auszahlung möglich." Eine Herausforderung sieht der Filialleiter bei der Geldanlage der Erzgebirger. "120,3Millionen Euro liegen bei uns praktisch unverzinst auf den Konten, und der Hang zum Sparbuch hält weiter an." Wer sein Vermögen bei gleichzeitiger Inflationsrate - 2018 waren es 1,8 Prozent - erhalten will, der sollte sein Geld anlegen, rät Plagge. "Davon versuchen wir die Kunden zu überzeugen. Dies dient einem langfristigen Vermögensaufbau und kann auch mit niedrigem Risiko erfolgen."

Um den Service weiter auszubauen, setzt die Bank auch auf digitale Angebote. "Rund 50 Prozent unserer Kunden nutzen das Online-Banking", so der Filialleiter. Zudem sei die Anwendung der Banking-App 2018 um 42 Prozent gestiegen. Dadurch soll den Kunden das Leben leichter gemacht werden. "Trotzdem werden wir keine Filialen schließen, denn wir wollen auch weiter vor Ort präsent sein", so Plagge. Die Commerzbank beschäftigt daher in den drei Filialen insgesamt 20 Mitarbeiter. Trotz schwierigem Marktumfeldes schaut Plagge optimistisch in die Zukunft: "Wir setzen auch 2019 auf Wachstum."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...