Coole Sache: Schmackhafte bunte Eisberge in Schwarzenberg

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Mit seiner neuen Eisdiele an der Bahnhofstraße ergänzt Giuseppe Salerno das Angebot und macht damit die Flanier- zu einer echten Schlemmermeile. Ein Selbsttest erweist sich als reizvoller Spaziergang.

Schwarzenberg.

Ob Schoko, Erdbeere, Haselnuss oder Mango - die Geschmacksvielfalt von Speiseeis ist riesig. Das Angebot an derartigen süßen Verlockungen mittlerweile ist groß - vor allem in Schwarzenberg. Hier stoßen Leckermäulchen jetzt auf eine Menge bunter Eisberge.

Dort, wo sich derzeit an der Bahnhofstraße in Schwarzenberg regelmäßig Schlangen formieren, und die Menschen geduldig warten, da hat Giuseppe Salerno eine neue Eisdiele eröffnet. Der Italiener lebt schon seit einigen Jahren im Erzgebirge, hatte zunächst eine Pizzeria in Aue und später in Lößnitz. Doch er ist eigentlich Eismacher und Konditor von Beruf. "Das habe ich gelernt, und das wollte ich auch wieder machen. Aber für die Eismaschinen brauchst Du Geld. Und das musste ich mir erst erarbeiten", erzählt er. Jetzt bietet er in Schwarzenberg selbst gemachtes Eis in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen an, darunter auch das bekannte Tartufoeis mit dem flüssigen Schokokern in der Mitte. Eine Eisspezialität für die der kleine Ort Pizzo in Kalabrien weltbekannt ist.

Eis in Schwarzenberg ist so neu nicht. Im Gegenteil. Ich starte einen kalorienschweren Selbsttest auf der Eismeile der Stadt. Der reizvolle Spaziergang "Heiß auf Eis" beginnt im Ring-Center Schwarzenberg. Bei der Bäckereifiliale Brückner kaufe ich die erste süße Tüte (Auswahl zwölf Sorten zum Preis von 1 Euro pro Kugel). Mit dieser vor den Lippen pilgere ich los, und während ich die Schritte zähle, hat die Zunge schon eifrig zu tun. Mein Schrittmaß beträgt etwa 50 Zentimeter. Gemütlich schlendere ich also los.

Nach 545 Schritten erreiche ich die Bahnhofstraße. Am Kugelbrunnen (ein Geschenk der Partnerstadt Wunsiedel an Schwarzenberg) ist der letzte Zipfel der Waffel vertilgt. Und schon kann ich zum nächsten Eis greifen: Ein Frozen-Joghurt-Eis. Ein überdimensionaler Eisbecher steht vorm Eingang. Joghurt ist gesund. Noch hab' ich Lust, aber schnappe mir nur einen kleine Variante für 2,20 Euro ohne Topping wie bunte Schokosoße, Streusel oder anderes. Auch Softeis oder größere Becher wären möglich. Aber: Ich habe noch ein Stück Weg vor mir. Das Joghurteis erfrischt die Zunge, es ist lecker und selbst hergestellt, verrät die Karte.

Nach weiteren 210 Schritten steht ich vor der Eisdiele von Giuseppe. Da hier die Leute anstehen, hat mein Magen Zeit, kurz zu verschnaufen. Die Qual der Wahl fällt schwer. Ich entscheide mich für eine Kugel des Klassikers: Vanille. Eine gute Wahl, wie ich feststellen darf. Während andernorts die Kugelzange exakt abgestrichen wird, und so aus der gewünschten Eiskugel eine Halbkugel wird, dreht der gebürtige Italiener richtig auf. Der Kunde hat Mühe, die Menge der Eiscremé auf der Waffel zum Mund zu balancieren. Das Angebot eines dazu passenden Kaffees lehne ich ab, denn nach weiteren 234 Schritten in Richtung Stadtzentrum komme ich nämlich am Eiscafé Piccolo vorbei.

Nun muss die Entscheidung fallen: Sich auf die Terrasse des Gartenlokals zu setzen und einen Kaffee und einen der üppig dekorierten Rieseneisbecher zu genießen? Oder eine Kugel Eis (für 1,20 Euro) an der Theke auszuwählen, und weiter Richtung Zentrum zu stapfen? Denn damit folgt eine Herausforderung, die in Zeiten der fast uneingeschränkten Mobilität nicht mehr all zu viele Menschen auf sich nehmen: den Bahnhofsberg hinauf zu laufen!

Meine Kugel Himbeereis hilft mir, diese "körperliche Anstrengung" freudvoll und konzentriert anzugehen. Immerhin muss ich dabei noch Schritte zählen, und das Eis in meinem Magen scheint sich gerade zu vermischen. Wobei ich die Vermutung habe, dass die drehenden Joghurtkulturen irgendwie zu viel Schwung ausüben.

Aber geschwächelt wird nicht, schließlich habe ich mir diesen Test der Schwarzenberger Eismeile selbst auferlegt. Und gekniffen wird nicht. Nach 521 Schritten - bergan - stehe ich am Unteren Tor zur Altstadt und somit direkt vor den Kaffeeträumen. Hier empfiehlt Chefin Regine Müller selbst gebackenen Kuchen, Kaffeespezialitäten und dazu Eis für einen Euro die Kugel. Genau gegenüber (24 Schritte weiter) locken die bunten Schirme von Jannys Eis. Eine Eiskugel da und zum Abschluss eine Waffel mit Eis, Obst und Sahne (7 Euro) von gegenüber - mehr geht beim besten Willen nicht!

Fazit: Sechs schmackhafte Angebote findet man auf der "Eismeile" in Schwarzenberg. Und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Hälfte der Sommerferien ist bereits vorüber, daher sei angeraten, für alle, die "Heiß auf Eis" sind, nicht alle Eisdielen an einem Tag, sondern besser, jeden Tag nur eine dieser leckeren Adressen anzusteuern - und zwischendurch die gesamten 1534 Schritte mehrfach (ohne Eis) wiederholen!

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